ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2007Bürokratie: Zwei Lösungsvorschläge
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Der Wunsch des Kollegen Piechowiak nach vernünftiger Information durch niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser ist legitim und nachvollziehbar. Schließlich sollen er und seine Kollegen beim MDK und in den Verwaltungen Entscheidungen fällen, die für die Betroffenen sehr wichtig sein können. Ich schlage zwei Lösungen vor, das Bürokratie-Problem zu lösen:
– Berichte werden besser vergütet. Dies hätte zwei positive Effekte. Zum einen könnten die Bericht erstattenden Ärzte mehr Zeit investieren und so die Qualität erhöhen. Zum anderen würde es sich manche Behörde, Kasse oder MDK noch einmal genauer überlegen, ob die eine oder andere Anfrage wirklich nötig ist.
– Kollege Piechowiak äußert einen Wunsch: „Jedem Arzt sollte für einige Wochen in seiner Ausbildung die Erfahrung vermittelt werden, medizinische Beratung auf Basis kollegial erstellter ‚Aktenlagen‘ vornehmen zu müssen . . .“ – Dem setze ich meinen Wunsch entgegen: Ich wünsche mir, dass jedem Arzt und jeder Ärztin in der Verwaltung nach einigen Jahren der Tätigkeit die Möglichkeit gegeben werden sollte, für einige Wochen erneut Erfahrungen in Praxis und Krankenhaus zu sammeln. Dabei sollte auch das Erlebnis eines Zwölfstundentages oder eines Nachtdienstes nicht fehlen. Vielleicht freut er oder sie sich dann über jede Anfrage, die überhaupt beantwortet wird.
Dr. Michael Dapprich, Burghof 13,
53501 Grafschaft
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