ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2007Bürokratie: Unsinnig und unnötig
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. . . Ich erlebe in meinem Praxisalltag – und ich überblicke 35 Jahre niedergelassener vertragsärztlicher Tätigkeit – über die Hälfte aller Anfragen als sinnlos bis hirnlos, nicht rational nachvollziehbar und ausschließlich bürokratisch, einschließlich sogenannter „Aufträge an den MDK“. In diesem Bereich könnten Millionen eingespart werden. Was vor allen Dingen nervt, ist die Insensibilität der Schriftstücke-Verfasser, die uns Niedergelassene als – erlebt – bringschuldpflichthafte Dienstleister zu gnädigen Händen der MDK-Bürokratie degradiert mit allerlei Paragrafengefasel unter jedweder Außerachtlassung von kollegialen Umgangsgepflogenheiten, womöglich noch mit „i.-A.-Bürogehilfin“ . . . Und im Übrigen sieht die Berufsordnung der Ärzte aller deutschen Bundesländer vor, dass eine Meinung – oft beim MDK dann ein Urteil – über einen Patienten nur im persönlichen Kontakt mit diesem gefällt werden darf. Und wenn wir nun davon ausgehen, dass mehr als die Hälfte aller MDK-Gutachten(-Anforderungen) unsinnig und unnötig sind und die dann wenigen Verbleibenden ernsthaft und seriös mit ärztlicher Fragestellung zur Beantwortung gelangen sollen, dann könnten diese in der gebotenen Verantwortung und Verantwortlichkeit Auge um Auge mit dem zu Begutachtenden bundesweit von den MDK-Dienststellen auch als originäre ärztliche Arbeit erbracht werden und nicht im Bürokratiestil in Form von Schreibtischtäterschaft . . .
Dr. med. Richard Barabasch, Friedenstraße 26, 76461 Muggensturm
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