ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2007Akute Pankreatitis: Mehr Komplikationen bei höherem BMI

MEDIZIN: Referiert

Akute Pankreatitis: Mehr Komplikationen bei höherem BMI

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LNSLNS Zwischen dem Körpergewicht und dem Auftreten von Gallensteinen besteht eine direkte Korrelation. Übergewichtige haben häufig eine akute biliäre Pankreatitis nach einem Steinabgang. Die akute biliäre Pankreatitis verläuft bei adipösen Patienten wesentlich komplikationsträchtiger als bei Normalgewichtigen. Patienten mit einem Body-Mass-Index (BMI) > 25 hatten ein um den Faktor 3,55 höheres Risiko für einen schweren Verlauf als Normalgewichtige. Bei einem BMI > 30 bis 35 drohte signifikant häufiger ein Organversagen. Ein BMI von 35 bis 49,9 ging mit einem um den Faktor 7,3 höheren Risiko für metabolische Komplikationen einher. Dies berichten Autoren des Universitätskrankenhauses in Brüssel. Diese Patienten mussten alle länger stationär behandelt werden und hatten eine längere Verweildauer auf der Intensivstation. Schwere der Erkrankung, Behandlungsdauer und Komplikationsrate sind somit bei übergewichtigen und adipösen Patienten mit akuter biliärer Pankreatitis in Korrelation mit dem Körpergewicht zu sehen. Die Problematik liegt dabei weniger im erhöhten Operationsrisiko übergewichtiger Patienten, wie sie sich zum Beispiel bei der laparoskopischen Cholezystektomie manifestiert, als vielmehr an organspezifischen Komplikationen einschließlich Multiorganversagen. w

de Waele B et al.: Impact of body overweight and class I, II and III obesity on the outcome of acute biliary pancreatitis. Pancreas 2006; 32: 343–5. E-Mail: hlkweb@az.vub.ac.be

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