ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2007Magensäure und Thyroxinbedarf

MEDIZIN: Referiert

Magensäure und Thyroxinbedarf

Dtsch Arztebl 2007; 104(3): A-130 / B-120 / C-116

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LNSLNS Patienten mit einer eingeschränkten Salzsäureproduktion der Magenschleimhaut haben einen erhöhten Thyroxinbedarf bei der Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen, berichten italienische Autoren. Sie untersuchten 248 Patienten mit einer Knotenstruma und ermittelten den Thyroxinbedarf, der notwendig ist, damit ein Thyreotropinspiegel von 0,05 bis 0,20 mU/L erreicht werden kann. Dabei zeigte sich, dass Patienten mit einer Helicobacter-pylori-Gastritis beziehungsweise einer chronisch atrophischen Gastritis einen 22 Prozent bis 34 Prozent höheren Thyroxinbedarf aufweisen. Ähnliches traf für zehn Patienten zu, die mit Omeprazol behandelt wurden. Hier war eine Steigerung der Thyroxindosis von 37 Prozent erforderlich, um den Thyreotropinzielwert zu erreichen. Offensichtlich ist eine normale Magensekretion erforderlich, damit oral verabreichtes Thyroxin effektiv resorbiert werden kann. W

Centanni M, Gargano L, Canettieri G et al.: Thyroxine in goiter, Helicobacter pylori infection and chronic gastritis. N Engl J Med 2006; 354: 1787–95. Dr. Centanni, Department of Experimental Medicine and Pathology, Policlinico Umberto I, Viale Regina Elena 324, 00161 Rom, Italien. E-Mail: marco.centanni@uniroma.it

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