ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2007Umfrage: Ärzterolle im Wandel

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Umfrage: Ärzterolle im Wandel

Dtsch Arztebl 2007; 104(4): A-149 / B-137 / C-133

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Foto: mauritius images
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Für 90 Prozent der deutschen Ärztinnen und Ärzte hat sich ihre Rolle in den letzten Jahren stark verändert. 84 Prozent von ihnen sind zudem der Auffassung, dass sich auch die Einstellung der Patienten gewandelt habe. Das schließen die Autoren einer Umfrage der Philosophischen Fakultät der Universität Passau aus einer bundesweiten Befragung. Dafür wurden 700 niedergelassene Ärzte interviewt. Im Einzelnen ging es um Themen wie ärztliches Selbstverständnis, Patientenverständnis, Arzt-Patient-Verhältnis und die Auswirkungen institutioneller Rahmenbedingungen.
90 Prozent der Befragten erklärten, zur Veränderung ihrer Rolle habe beigetragen, dass Verwaltungsaufgaben beziehungsweise wirtschaftliche Aspekte ihrer Tätigkeit immer mehr in den Vordergrund träten. 76 Prozent beklagten, dass sie sich für ihre Tätigkeit immer stärker rechtfertigen müssten. Nach Ansicht von 61 Prozent der befragter Ärzte forderten Patienten verstärkt medizinische Leistungen von ihnen. 45 Prozent gaben an, die Patienten seien misstrauischer gegenüber der ärztlichen Therapieentscheidung als früher.
Trotz zahlreicher kritischer Anmerkungen vertraten fast zwei Drittel der Befragten die Auffassung, dass das deutsche Gesundheitswesen hinsichtlich Humanität, Qualität und sozialem Niveau besser sei als sein Ruf. (Weitere Informationen: www.zufog.de) Zip
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