ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2007Nachwuchsmangel: Die Macht der Direktoren
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Kollegin Hibbeler hat dankenswerterweise die meisten Gründe für die zunehmende Anzahl der Medizinerabwanderungen aufgezählt. Unter anderem wurde die „Gutsherrenart“ mancher Chefärzte angeführt. Dazu möchte ich Folgendes bemerken: Nach meinen Beobachtungen hat sich die Lage an vielen Krankenhäusern gewandelt. Gutsherr ist nicht mehr der Chefarzt, sondern der, der früher Verwalter genannt wurde. Die Chefärzte sind vielfach heute nicht mehr bereit oder nicht mehr in der Lage, sich solidarisch mit ihren Mitarbeitern zu verhalten, sei es aus Feigheit der Verwaltung gegenüber oder aus Interessenlosigkeit oder um eigene Vorteile zu sichern. Die zunehmende Macht der Krankenhausverwalter (die wegen der „gleichen Augenhöhe“ oft promoviert sein müssen) erkennt man auch an äußerlichen Dingen. In Krankenhäusern sieht man im Eingangsbereich große Tafeln mit Hinweisen auf die vertretenen Fachgebiete mit ihren Chefärzten und über allem, meist in größeren Lettern: Verwaltungsdirektor Dr. Sowieso . . .
Dr. med. Gothard Ritgen, Odiliengarten 17,
41199 Mönchengladbach

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