ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2007Arbeitsmarkt: Stellenausgleich schaffen
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Die steigende Anzahl von klinisch tätigen Weiterbildungsassistentinnen und Frauenärztinnen ist eine positive Entwicklung, die in der Frauenklinik Ravensburg schon seit Langem repräsentiert ist . . . Leider sind die Reden der Politikerinnen familienfreundlicher als das Mutterschutzgesetz, das die Ärztinnen ihrem Mutterglück mit schlechtem Gewissen entgegensehen lässt . . . Die Tätigkeit in einem ärztlichen Fach ist nicht mit anderen Berufen vergleichbar. Schwangere Ärztinnen dürfen nicht vor 8.00 Uhr und nicht nach 20.00 Uhr arbeiten, nicht im OP und nicht im Kreißsaal, wo sie mit Blut in Berührung kommen könnten. Dies bedeutet eine kolossale zusätzliche Last der sowieso schon an die Grenzen belasteten Kolleginnen und Kollegen mit Nacht- und Wochenenddiensten – und dies trifft ja auch Familienmütter und -väter. „Schuld“ daran trifft weder die Verwaltung noch die Chefärzte, sondern die Gesetzesverantwortlichen, die dies so zulassen. Eine faire Lösung, die die Zusammenarbeit erträglich machen würde, wäre ein Stellenausgleich für Ärztinnen in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe ab Bekanntwerden der Schwangerschaft bis zu dem dann für alle freudigen Ereignis. Damit wäre auch eine geeignete Wiedereinstiegsposition für Familienmütter mit schon älteren Kindern geschaffen und ein Solidarbeitrag aller für eine wirklich familienfreundliche Politik.
Prof. Dr. med. Frank Stoz, Oberschwaben Klinik gGmbH Ravensburg, Krankenhaus St. Elisabeth,
Elisabethenstraße 15, 88212 Ravensburg
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