ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2007Buchrezension: Bachs Kunst der Fuge
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Der Dichter und Arzt Gottfried Benn schrieb 1952: „Am gefährlichsten sind die Leute mit ein bisschen Grips, die sich berufen fühlen, die Maßstäbe zu stiften und anzulegen. Soweit es bei Ihnen langt – länger darf es bei niemandem langen.“ Dieser Satz fiel mir ein bei der Lektüre dieses seltsamen Elaborats zu dem Buch von Hans-Eberhard Dentler über „Bachs Kunst der Fuge“. Da es sich bei Herrn Beyerle weder um einen Musikwissenschaftler von Rang noch um einen Musiker-Arzt und Bachkenner wie z. B. Albert Schweitzer handelt, sondern um einen vielfältig engagierten internistischen Kollegen, wäre eine gewisse Bescheidenheit angebracht, wenn man sich in fremde Gefilde begibt und sich gleichzeitig berufen glaubt, beurteilen zu können, was Bach imstande ist zu verstehen. Das Buch von Hans-Eberhard Dentler ist ein innovatives Werk, welches von einem der renommiertesten Musikverlage (Schott) herausgegeben wird und es nicht verdient, von einem Laien entstellt zu werden. „Die Zeit“ in Hamburg hatte beim Erscheinen dieser aufsehenerregenden Bachstudie Dentlers Buch unter die ersten vier empfehlenswerten Sachbücher in Deutschland eingestuft (Zeit – Liste) . . .
Dr. med. Wolfgang Mangels, Kirchenweg 23,
83224 Grassau

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