ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2007Gesundheitsreform: Kleinkrieg eröffnet
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Diese sogenannte Gesundheitsreform führt zwangsläufig zu einer vollständigen Verstaatlichung des Gesundheitswesens. Wenn in der gesamten BRD ein einheitlicher Beitrag für die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen erhoben werden soll, ist ein Wettbewerb nur noch in der Hinsicht möglich: Wer entlässt das meiste Personal? Wer gibt den Einzug der Kassenbeiträge an Inkassounternehmen weiter, welche dann diese Beiträge an die zentrale Inkassostelle der BRD weiterleiten? Jede GKV wird bei festgelegten Beiträgen gezwungen sein, mit den ihr wieder zugehenden Geldern auszukommen. Das hat zur Folge: massive Personaleinsparungen und Reduzierung der Filialen. Die einzige Differenzierung unter den Kassen liegt dann in diversen Angeboten der Krankenkassen, für die die Mitglieder jeweils zusätzliche Beträge zu zahlen hätten. Eine Diskussion über Honorare mit den zur kassenärztlichen Versorgung zugelassenen Ärzten beziehungsweise mit den sie vertretenden Organisationen wird sich in Zukunft erübrigen. Die GKV wird den kassenärztlichen Vereinigungen mitteilen, es stünde nur noch der Betrag „X“ für Arzthonorare zur Verfügung. Über die Verteilung dieses Gesamthonorars kann dann der Kleinkrieg unter den Arztgruppen eröffnet werden . . .
Dr. Herbert Bauer, Am Waldhaus 20, 14129 Berlin
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