ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2007Medizin und Gewissen: Realitätsfern
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Die Äußerungen von Herrn Rosenbrock können nicht unkommentiert bleiben. Die Umwälzungen im Gesundheitswesen den IGeL-Leistungen anzuhängen ist eine weitere Facette in der aktuellen Verdummungsgroteske um die Gesundheit. Die „zivilisatorische Errungenschaft, dass das Geld bei der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen keine Rolle spielt“, die Herr Rosenbrock bemüht, ist doch längst von Politik und Kassen ausgehebelt worden. Sollte Herr Rosenbrock also einmal den Fuß auf die Erde setzen, werden wir ihn gerne in der Realität willkommen heißen. Und noch eins zu dem viel zitierten Wort „evidenzbasiert“: Evidenzbasierte Medizin bedeutet, dass sich der Arzt an dem aktuell verfügbaren besten Erkenntnisstand orientieren soll, um individuelle Entscheidungen für den Patienten zu treffen. Der Arzt wohlgemerkt, kein Politiker, kein selbst ernannter Gesundheitsexperte, kein Kassenfunktionär und kein Leitlinienkonstrukteur. Diese Einmischungen in die Arzt-Patienten-Beziehung sind nämlich der „Zeitgeist“ . . .
Dr. med. Michael Hammes, Hahnbergstraße 20, 32760 Detmold
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