ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2007Versorgung von Osteoporose-Patienten in Deutschland Ergebnisse der BoneEVA-Studie: Aus der Theorie über die Praxis
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LNSLNS Der Artikel wird seinem Titel nicht gerecht. Dies ist nicht verwunderlich, schreiben doch bis auf Prof. Pietka nur Theoretiker über ein Phänomen, das sie aus der täglichen Praxis nicht kennen.
Als Hausarzt hätte ich mir zum Beispiel ein klares Wort dazu gewünscht, dass die Bedingungen des Arzneimittelbudgets einer Ausweitung der medikamentösen Therapie entgegenstehen (weiß einer der Autoren, was zum Beispiel Teriparatid kostet?). Solange sektorale Budgets bestehen, ist es für die persönliche „Regresssituation“ unmaßgeblich, ob das Verordnungsverhalten gesamtwirtschaftliche Einsparungen bewirkt und Patientenleid lindert. Ein Wort zur ausgesprochenen gastrointestinalen Unverträglichkeit der Bisphosphonate hätte zum Beispiel erklärt, wieso die Therapietreue der Patienten hinsichtlich dieser Wirkstoffklasse so schlecht ist. Aber einfacher ist es schließlich, den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen Versorgungsversäumnisse zu unterstellen. Schließlich findet man – bei einem Artikel zu einem für die pharmazeutische Industrie wirtschaftlich hoch interessanten Thema – am Ende des Artikels 28 Auflistungen unter „Interessenkonflikt“, addiert für alle Autoren. Im Vergleich weisen die Autoren des im gleichen Heft folgenden Artikels („Klinikpsychiatrie unter ökonomischem Druck“) keinerlei Interessenskonflike aus: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“. Diese unbefriedigende Situation macht die Notwendigkeit für eine unabhängige Versorgungsforschung auf Hausarztebene erneut überdeutlich.
Dr. med. Daniel Lohmann
Markt 4, 24211 Preetz
E-Mail: dr.lohmann@gmx.de
Interessenkonflikt
Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinen des International Committe of Medical Journal Editors besteht.

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