ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2007Versorgung von Osteoporose-Patienten in Deutschland Ergebnisse der BoneEVA-Studie: Aus der Theorie über die Praxis
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Der Artikel wird seinem Titel nicht gerecht. Dies ist nicht verwunderlich, schreiben doch bis auf Prof. Pietka nur Theoretiker über ein Phänomen, das sie aus der täglichen Praxis nicht kennen.
Als Hausarzt hätte ich mir zum Beispiel ein klares Wort dazu gewünscht, dass die Bedingungen des Arzneimittelbudgets einer Ausweitung der medikamentösen Therapie entgegenstehen (weiß einer der Autoren, was zum Beispiel Teriparatid kostet?). Solange sektorale Budgets bestehen, ist es für die persönliche „Regresssituation“ unmaßgeblich, ob das Verordnungsverhalten gesamtwirtschaftliche Einsparungen bewirkt und Patientenleid lindert. Ein Wort zur ausgesprochenen gastrointestinalen Unverträglichkeit der Bisphosphonate hätte zum Beispiel erklärt, wieso die Therapietreue der Patienten hinsichtlich dieser Wirkstoffklasse so schlecht ist. Aber einfacher ist es schließlich, den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen Versorgungsversäumnisse zu unterstellen. Schließlich findet man – bei einem Artikel zu einem für die pharmazeutische Industrie wirtschaftlich hoch interessanten Thema – am Ende des Artikels 28 Auflistungen unter „Interessenkonflikt“, addiert für alle Autoren. Im Vergleich weisen die Autoren des im gleichen Heft folgenden Artikels („Klinikpsychiatrie unter ökonomischem Druck“) keinerlei Interessenskonflike aus: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“. Diese unbefriedigende Situation macht die Notwendigkeit für eine unabhängige Versorgungsforschung auf Hausarztebene erneut überdeutlich.
Dr. med. Daniel Lohmann
Markt 4, 24211 Preetz
E-Mail: dr.lohmann@gmx.de
Interessenkonflikt
Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinen des International Committe of Medical Journal Editors besteht.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Stellenangebote