ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2007Schmerztherapeutische Optionen bei Endometriose: Kausaler Therapieansatz notwendig
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LNSLNS Es werden nirgends die wichtigen Fragen gestellt: Was ist die Ursache der Endometriose? Wie ist sie kausal zu therapieren? Nach etwa 20-jähriger Arbeit mit Endometriosepatientinnen (1) und prämenstruellem Syndrom (PMS) ist folgende Ursachen-Trias klar zu definieren:
- Langfristige Fehlernährung mit „Fast Food“ und durch Lebensmittel-Chemikalien verseuchte konventionelle Nahrung sowie Schokolade.
- Chronische Dysbiosen im Darm mit Candida, Helicobacter, Protozoen. Einher gehen eine Maldigestion, eine Malabsorption und „leaky gut“. „Leaky gut“ kennzeichnet den für Toxine und kleiner Allergene sowie zum Teil für Bakterien durchlässigen Mukosafilm des Darmes, mit der Folge ödematöser Schwellungen, Lymphödem im Mesenterium und langfristig gegebenenfalls Pfortaderstaung mit Entwicklung einer Varicosis.
- Langfristiger Mangel an Orthomolekularia: Den Patientinnen fehlen Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Omega-Fettsäuren zur optimalen Zellfunktion. Dieser relative Mangel verursacht Immundefekte ebenso wie Allergien, Hormonstörungen, chronisch entzündliche Darm­er­krank­ungen und chronische Schmerzsyndrome.
Die kausale Therapie-Trias umfasst: Ernährungsumstellung auf ökologische Frischkost ohne Nahrungsmittelchemie, Substitution mit reinen hypoallergenen Orthomolekularia für etwa drei bis fünf Monate, begleitende Dünndarm- und Dickdarmsanierung (2) auf orthomolekularer Basis ohne Antibiotika und ohne Antimykotika.
Die Therapieergebnisse sind oft in vier bis acht Wochen durch Reduktion oder Fortlassen der Schmerzmittel (3) sowie selbständiges Absetzen von Hormonpräparaten evident. Die Fertilität steigt innerhalb von sechs bis zwölf Monaten auf normale Fertilisierungsraten. Weitere Hormontherapien oder Operationen sind in einem europaweit behandelten Klientel bisher nicht mehr notwendig gewesen. Aus „ethischen Gründen“ werden universitäre Studien (4) dieses komplexen Therapieansatzes in Deutschland zur Heilung dieser schwer traumatisierenden Zivilisationserkrankung abgelehnt. Der Ethikverstoß liegt in dem kausalen Therapieansatz.
Eine Endometriosepatientin des Autors mit frühester Totalextirpation wurde mit 21 Jahren „saniert“. Sie verlor jede Chance auf eine eigene Familie – ihre Schmerzen hatte sie dennoch behalten. Das verträgt sich offenbar besser mit der akademischen Ethik in Deutschland.


Peter-Hansen Volkmann
Kücknitzer Hauptstraße 53, 23569 Lübeck

Interessenkonflikt
Der Autor erhält für Produktentwicklungen von Orthomolekularien von der Firma hypo-AGmbH Lübeck ein monatliches Honorar, neben seiner Privatarzttätigkeit, aus der sich diese Therapieansätze entwickelt haben. Geschäftsführerin von hypo-A ist die Ehefrau des Autors.
 1.
Volkmann PH: Kausale naturheilkundliche Endometriose-Therapie. In: Erfahrungsheilkunde Stuttgart: Haug-Verlag, EHK 2001(50), 195–202.
 2.
Volkmann PH: Göttinger Orthomolekularstudie 2002 zur Darmsanierung ohne Diät, mit drei orthomolekularen Terapieregimen der Lübecker Firma hypo-A GmbH. Zeitschrift für Komplementärmedizin, 2003; 3, 34–7.
 3.
Volkmann PH: Orthomolekulare Schmerztherapie, OM Report in: OM & Ernährung Stuttgart 2004; 107; 24–6.
 4.
Gerhard I, Kiechle M (Hrsg.): Gynäkologie integrativ. München: Urban & Fischer; 2006; 378–87.
 5.
Olbertz H-P, Volkmann P-H: Parodontose – ganzheitlich integrativ ! (Broschüre) Lübeck; VBN-Verlag 2006, 24–8.
 1. Volkmann PH: Kausale naturheilkundliche Endometriose-Therapie. In: Erfahrungsheilkunde Stuttgart: Haug-Verlag, EHK 2001(50), 195–202.
 2. Volkmann PH: Göttinger Orthomolekularstudie 2002 zur Darmsanierung ohne Diät, mit drei orthomolekularen Terapieregimen der Lübecker Firma hypo-A GmbH. Zeitschrift für Komplementärmedizin, 2003; 3, 34–7.
 3. Volkmann PH: Orthomolekulare Schmerztherapie, OM Report in: OM & Ernährung Stuttgart 2004; 107; 24–6.
 4. Gerhard I, Kiechle M (Hrsg.): Gynäkologie integrativ. München: Urban & Fischer; 2006; 378–87.
 5. Olbertz H-P, Volkmann P-H: Parodontose – ganzheitlich integrativ ! (Broschüre) Lübeck; VBN-Verlag 2006, 24–8.

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