ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2007Daniel Bahr: Bloß kein Tempo 30

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Daniel Bahr: Bloß kein Tempo 30

Dtsch Arztebl 2007; 104(4): A-203 / B-184 / C-180

Rieser, Sabine

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Daniel Bahr. Foto: dpa
Daniel Bahr. Foto: dpa
Manche Frauen hadern damit, 30 zu werden. Bei Daniel Bahr, der diesen Geburtstag am 4. November gefeiert hat, war das nicht zu erwarten. Er wurde oft genug gefragt, wie es ist, so jung im Bundestag zu sitzen. Bahr, mittlerweile gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, übernahm sein Bundestagsmandat erstmals mit 25 und sitzt seitdem auch im FDP-Bundesvorstand.
„Das Parlament ist kein Ältestenrat“, hat er einmal im Interview betont. Diskussionen über mangelnde Erfahrung kann er heute abbiegen. Längst hat er sich mit profundem Wissen und klaren Ansichten zur Gesundheits- und Sozialpolitik profiliert. Für den Mut zu einem Systemwechsel in der Finanzierung des Gesundheitswesens wolle er sich einsetzen, hatte Bahr vor den Neuwahlen 2005 betont. Nun kritisiert er in der Opposition den Kurs der Großen Koalition und den Aufschub grundsätzlicher Reformentscheidungen.
Ein gemächliches Tempo liegt ihm eben nicht. Unruhe und Tatendrang bestimmen ihn, sagt er, weshalb er einen Ausspruch Dantes als Motto gewählt hat: „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie an und handelt.“
Wenn nichts Politisches angepackt werden muss, kocht Bahr gern. Diese Kunst wird ihm in zehn Jahren zugute kommen, ebenso die Disziplin, ein volles Tagespensum zu bewältigen: dann will er Vater dreier Kinder sein. Sabine Rieser
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