ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2007Weiterbildung: Wiedereinführung des Internisten ohne Schwerpunkt

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Weiterbildung: Wiedereinführung des Internisten ohne Schwerpunkt

Dtsch Arztebl 2007; 104(5): A-221 / B-201 / C-197

Korzilius, Heike

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Der Beschluss von Rostock im Jahr 2002 wurde in den Landesärztekammern nicht einheitlich umgesetzt. Foto: Bernhard Eifrig
Der Beschluss von Rostock im Jahr 2002 wurde in den Lan­des­ärz­te­kam­mern nicht einheitlich umgesetzt.
Foto: Bernhard Eifrig
Der Vorstand der Bundes­ärzte­kammer hat am 19. Januar die Grundstrukturen eines Konzepts für eine fünfjährige Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin beschlossen. Das neue Konzept soll dem diesjährigen 110. Deutschen Ärztetag vorgelegt werden, der im Mai in Münster darüber abstimmen muss. Der Facharzt für Innere Medizin wird als weitere Säule in das Gebiet Innere Medizin und Allgemeinmedizin neben die Weiterbildungsgänge zum Internisten mit Spezialisierungen eingefügt. Die für diese Facharztweiterbildung erforderlichen Inhalte müssen in den nächsten Wochen erarbeitet werden.
EU-rechtliche Vorgaben machen der Bundes­ärzte­kammer zufolge eine Änderung der von den Deutschen Ärztetagen in Rostock und in Köln 2002 und 2003 verabschiedeten Weiterbildungsnovelle notwendig. Damals hatten die Delegierten beschlossen, den Allgemein-Internisten in der Basisweiterbildung und den spezialisierenden Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes Innere Medizin und Allgemeinmedizin aufgehen zu lassen. Die Internisten erhielten somit neben ihrer Grundkompetenz in der Inneren Medizin immer auch eine fachärztliche Schwerpunkt-Kompetenz. Die Beschlüsse von Köln und Rostock wurden jedoch von den einzelnen Lan­des­ärz­te­kam­mern unterschiedlich umgesetzt. Fünf Kammern behielten die isolierte Facharzt-Weiterbildung in Innerer Medizin bei. Kann Deutschland aber keine einheitliche Form für die Notifikation der Facharztbezeichnung „Innere Medizin“ auf EU-Ebene vorlegen, droht ein Vertragsverletzungsverfahren. HK
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