ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2007Arzneimittel-Richtlinie: Bundes­aus­schuss legt Neufassung vor

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Arzneimittel-Richtlinie: Bundes­aus­schuss legt Neufassung vor

Dtsch Arztebl 2007; 104(5): A-222 / B-202 / C-198

Gieseke, Sunna

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Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat am 18. Januar die Regelungen der Arzneimittelverordnung in der vertragsärztlichen Versorgung (Arzneimittel-Richtlinie) in neuer Form beschlossen. „Diese Neufassung ist insofern ein Meilenstein, als sie die hohe Regelungsdichte im Arzneimittelsektor mit der größtmöglichen Übersichtlichkeit darstellt und die zahlreichen gesetzlichen Änderungen der vergangenen Jahre in diesem Bereich abbildet“, sagte Dr. Rainer Hess, unparteiischer Vorsitzender des G-BA. Die Richtlinie liegt nun dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zur Prüfung vor. Auf Kritik der Deutschen Krebshilfe e.V. ist ein Passus gestoßen, der regelt, dass Medikamente im Rahmen von Studien zur Optimierung einer Therapie nicht mehr durch die Krankenkassen erstattet werden. Hierdurch würden die für die Patienten zum Teil lebenswichtigen Therapie-Optimierungs-Studien verhindert. Die Deutsche Krebshilfe hält es für unerlässlich, industrieunabhängig an der Verbesserung von Therapien zu forschen, und hat das BMG aufgefordert, die Richtlinie des G-BA zu beanstanden.
Am 19. Januar hat der G-BA beschlossen, dass der Wirkstoff Clopidogrel in der Monotherapie zur Sekundärprophylaxe bei Patienten mit Gefäßkrankheiten nur noch in Ausnahmefällen verordnungsfähig ist. Der Entscheidung liegt eine Empfehlung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen zugrunde. Es kam zu dem Schluss, dass Clopidogrel im Vergleich zu Acetylsalicylsäure nur für eine bestimmte Patientengruppe einen Zusatznutzen bietet. sun
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