ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2007Weiterbildung: Kliniken wollen gute Billigärzte
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Wie wahr: Die Produktionskosten sind im Vordergrund. Bezogen auf die Weiterbildung heißt das: Solange die Mächtigen im Krankenhaus (und das pflegen schon lange nicht mehr die Weiterbilder selbst zu sein . . .) nicht durch Bedrohung mit Erlösminderung inspiriert werden, endlich wieder ausreichende Weiterbildungsressourcen in die Abteilungen zu geben, wird sich nichts bessern. Zum Thema Kompetenzerwerb ein Schluck Wasser in den Wein der reinen Theorie: Natürlich brauchen Krankenhäuser funktionierende Jung- und Billigärzte, die im Dienst nicht überfordert sind, also rasch ein gewisses Niveau an Handlungsfähigkeit erlangen müssen. Nur darf man solche Einarbeitung nicht mit Facharztkompetenz verwechseln: Unter dem Gesichtspunkt der wirtschaftlichen Optimierung haben Krankenhäuser heute eben doch nicht per se ein Interesse an Weiterbildung . . . Ach ja: Wir glauben doch, dass mittels der DRG-Erlöse bereits heute längst Weiterbildung finanziert ist. Heißt: Wer nicht weiterbildet, betrügt eigentlich laufend . . . Logische Konsequenz, ganz im Trend wirtschaftlichen Denkens: Kürzung der DRG-Erlöse derjenigen Einrichtungen, die kassieren ohne weiterzubilden . . .
Dr. Mathias Bertram, Pinneberger Straße 25,
22457 Hamburg
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