ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2007Fortbildung: Voreingenommen
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Herr Dr. Stehle bezieht sich zwar konkret auf eine von ihm besuchte Veranstaltung, aber seine Bewertung ist so ironisch, dass er generell voreingenommen gegenüber von Pharmafirmen unterstützten Veranstaltungen zu sein scheint. Ich möchte gerne mal einen Kommentar von ihm lesen, wenn er – wie in anderen Fächern, z. B. Jura, Steuerrecht oder Gesundheitsökonomie, durchaus üblich – für eine Tagesveranstaltung mehrere Hundert Euro zahlen müsste. Möglicherweise ist die eine oder andere Veranstaltung nicht ganz frei von zu einseitiger Produktinformation. Die pauschale Emotionalisierung ist der Sache jedoch nicht dienlich. Eine Reihe von Pharmafirmen ist ernsthaft bemüht, in ihren Veranstaltungen die gängigen therapeutischen Verfahren ausgewogen darzustellen . . . Möglicherweise ist Herr Dr. Stehle über die Anforderungen der Ärztekammern bezüglich der Zertifizierung nicht richtig informiert. Entscheidend ist, dass nur das Referat selbst produktneutral sein muss. Was an produktbezogenen Aktivitäten vor oder nach dem Vortrag und vor dem Vortragsraum stattfindet, ist nicht mehr Grundlage und Gegenstand der Zertifizierung. Im Übrigen, ohne das finanzielle Engagement der Pharmaindustrie gäbe es nicht diese Vielfalt an Fortbildungsmöglichkeiten . . .
Dr. Ulrike Brunnmüller, Lindenmattenstraße 22, 79117 Freiburg im Breisgau
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