ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2007Andrea Kdolsky: Die Hoffnungsträgerin

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Andrea Kdolsky: Die Hoffnungsträgerin

Dtsch Arztebl 2007; 104(5): A-280 / B-250 / C-245

Hibbeler, Birgit

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Andrea Kdolsky. Foto: BMGF
Andrea Kdolsky.
Foto: BMGF
In Österreich wird künftig eine Ärztin die Schlüsselrolle in der Gesundheitspolitik übernehmen: Die Anästhesistin Dr. Andrea Kdolsky (44) ist neue Bundesministerin für Gesundheit und Frauen. Sie gehört der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) an, die sich mit den Sozialdemokraten auf eine Große Koalition verständigt hat.
Die österreichische Ärzteschaft reagierte sehr positiv auf die Personalentscheidung. Kammerpräsident Dr. Reiner Brettenthaler erklärte, er sei zuversichtlich, Kdolsky werde konsequent und mit Augenmaß die notwendigen Veränderungen im Gesundheitswesen herbeiführen, ohne dabei gewachsene Strukturen zu gefährden.
Der Ärztepräsident hofft darauf, die ÖVP-Politikerin könne sich gegen ineffiziente Bürokratie und für bessere Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern einsetzen. Als Ärztin wisse die Ministerin aus eigener Erfahrung genau über die Probleme des österreichischen Gesundheitswesens Bescheid.
In der Spitzenpolitik ist Kdolsky ein Neuling, was die Medizin angeht, eine „Spätberufene“. Ihr Studium begann sie im Alter von 24 Jahren, studierte zuvor Rechts- sowie Handelswissenschaft. Die Fachärztin für Anästhesie arbeitete später als Oberärztin am Wiener Universitätsklinikum und engagierte sich in der Hochschullehrergewerkschaft. Im vergangenen Jahr wurde sie Geschäftsführerin der Niederösterreichischen Landeskliniken-Holding. Birgit Hibbeler
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