ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2007Jens Claus Brüning: Preiswürdiger Spitzenforscher

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Jens Claus Brüning: Preiswürdiger Spitzenforscher

Dtsch Arztebl 2007; 104(5): A-280 / B-250 / C-245

Hibbeler, Birgit

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Jens Claus Brüning. Foto: privat
Jens Claus Brüning.
Foto: privat
Die Nachricht kam überraschend. Damit, dass er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhalten würde, hatte Prof. Dr. med. Jens Claus Brüning (40) überhaupt nicht gerechnet. „Aber dann habe ich mich riesig gefreut“, sagt er. Der Wissenschaftler vom Institut für Genetik der Universität zu Köln ist einer von zehn Forschern, die den angesehenen und zugleich höchstdotierten deutschen Förderpreis erhalten. 2,5 Millionen Euro stehen dem Internisten nun für seine Arbeit zusätzlich zur Verfügung.
Brüning sind bei seiner Forschung einige wegweisende Durchbrüche gelungen. Mit seinen Arbeiten zur genetischen Manipulation von Mäusen konnte er wichtige Erkenntnisse zur molekularen Diabetesforschung sammeln, etwa zur Rolle des Insulinrezeptors bei der Regulation des Körpergewichts und der Entwicklung einer Fettstoffwechselstörung. Zudem konnte Brüning die Nervenzellpopulation im Hypothalamus identifizieren, die für die Appetitregulation zuständig ist. Ihn fasziniert besonders, wie exakt und eng der Energiehaushalt reguliert ist.
Brüning studierte Medizin an der Kölner Universität und war dort nach dem Abschluss in der Klinik II für Innere Medizin tätig. Nach einem Aufenthalt als Postdoktorand in den USA kehrte er an die Uniklinik in der Domstadt zurück, legte seine Facharztprüfung ab und habilitierte sich im Fach Innere Medizin. 2003 erhielt er den Ruf auf die Professur für Genetik an der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät. Birgit Hibbeler
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