ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2007Marktanalyse Arztinformationssysteme: Intensive Nutzung der Praxis-EDV

TECHNIK

Marktanalyse Arztinformationssysteme: Intensive Nutzung der Praxis-EDV

Dtsch Arztebl 2007; 104(5): A-285

EB

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LNSLNS Wie nutzen niedergelassene Ärzte welche EDV-Services? Welche Wünsche haben die Anwender an ihre EDV-Systeme? Die von MW Office und Schröder+Kern im ersten Halbjahr 2006 durchgeführte MAIS-Studie (Marktanalyse Arzt-Informations-Systeme) gibt Einblicke in die Nutzung dieser Standardwerkzeuge im ärztlichen Arbeitsalltag. Ziel der Studie war es, mehr über die Wünsche und Vorstellungen der Anwender in Bezug auf Praxisverwaltungssysteme und Arzneimitteldatenbanken zu erfahren. Die Studie dient somit unter anderem den Systemanbietern zur Weiterentwicklung ihrer Programme. Inhalte der Befragung waren die Häufigkeit und die Art und Weise des Systemeinsatzes. Befragt wurden nahezu alle niedergelassenen Ärzte, die mit einem Arztinformationssystem arbeiten. Ausgewertet wurden circa 3 000 Rückläufe der Fragebogenaktion und zusätzlich mehr als 350 Online-Fragebögen durch das Online-Portal Doccheck.
Den Umfrageergebnissen zufolge nutzen Ärzte ihre Praxissoftware und Arzneimitteldatenbanken sehr intensiv: So gaben mehr als 90 Prozent der Ärzte an, ihre Praxis-EDV bei jedem Patienten zu benutzen, 83 Prozent verwenden ihre Programme mehr als 40-mal täglich. Die Annahme, dass Verordnungen zu einem Großteil aus der Hausliste (der vom Anwender selbst zusammengestellten Übersicht seiner bevorzugten Verordnungen) getätigt werden, bestätigt die Studie nicht. Vielmehr werden Folgeverordnungen häufig aus der Karteikarte getätigt, und sehr oft wird die Arzneimitteldatenbank herangezogen.
Dieses Ergebnis weist darauf hin, dass Ärzte bei ihren Verordnungen ständig auf dem neuesten Stand gehalten werden wollen – im Sinne einer optimalen medikamentösen Therapie. Außerdem gibt die Studie Aufschluss darüber, wie Verordner ein Arzneimittel in ihrer Software suchen: In der Regel sind es zunächst der Name oder der Wirkstoff, über die gesucht wird, um auf dieser Basis noch weitere Informationen einzuholen. 90 Prozent der Befragten gaben an, sich bei der Verordnung noch über Alternativen informieren zu wollen. Die Praxis-EDV wird demnach stark genutzt, um weitere Informationen einzuholen und so zur optimalen Verordnung zu gelangen. Darüber hinaus wünschen sich die Ärzte zusätzliche Informationen zu Arzneimitteln, ausdruckbare Patienteninformationen und die regelmäßige Aufnahme neuer Arzneimittel.
Die MAIS-Studie soll mit weiteren Fragestellungen 2007 fortgesetzt werden. EB

Informationen: Schröder+Kern GmbH – Ideen für Gesundheit, Steinheilstraße 10, 85737 Ismaning/München, Telefon: 0 89/9 60 86-1 10, Fax: 0 89/9 60 86-1 11, Internet: www.schroederundkem.de
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