ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2007Krankenhäuser: Weiterer Personalabbau

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Krankenhäuser: Weiterer Personalabbau

Dtsch Arztebl 2007; 104(6): A-302 / B-270 / C-258

Gieseke, Sunna

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Personalabbau in den Krankenhäusern, vor allem zulasten des Pflegedienstes, geht weiter. Foto: Keystone
Personalabbau in den Krankenhäusern, vor allem zulasten des Pflegedienstes, geht weiter. Foto: Keystone
Der Personalabbau in den Krankenhäusern setzt sich im vierten Jahr in Folge fort. Das belegen die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Demnach wurden 2005 insgesamt 9 891 Stellen in den Kliniken gestrichen. Gegenüber 2004 entspricht dies einem Rückgang von 1,23 Prozent. Vor allem der Pflegedienst und Mitarbeiter im Wirtschafts- und Versorgungsdienst sind von dem Stellenabbau betroffen. Bei den Ärzten gab es dagegen einen Zuwachs von 3,34 Prozent.
Maßgeblich dafür verantwortlich sind nach Ansicht von Georg Baum die seit Jahren gedeckelten Budgets der Krankenhäuser. Darüber hinaus, so der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, seien die Krankenhäuser über das Arbeitszeitgesetz verpflichtet, die Zahl der Arztstellen auszuweiten, ohne dass die damit verbundenen Mehrkosten ausreichend finanziert würden. Vor diesem Hintergrund sei es absurd, wenn die Koalition nun noch mit einer Sonderabgabe der Krankenhäuser den Bundeshaushalt auffüllen wolle. Im Gegenteil müssten zeitnah weitere Mittel zur Finanzierung von notwendigen Mehrstellen vorgesehen werden. sun
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