ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2007Ursula Stüwe: Engagiert und streitbar

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Ursula Stüwe: Engagiert und streitbar

Dtsch Arztebl 2007; 104(6): A-358 / B-317 / C-304

S., H.

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Ursula Stüwe. Foto: Bernhard Eifrig
Ursula Stüwe. Foto: Bernhard Eifrig
Mit der Antwort auf eine Anzeige im Deutschen Ärzteblatt begann für Dr. med. Ursula Stüwe vor sieben Jahren die Verwirklichung eines Traums: 14 Monate lang verbrachte sie im ewigen Eis, als Leiterin und medizinische Betreuerin der Neumayer-Station, der deutschen Forschungsstation in der Antarktis. Die Chirurgin, seit September 2004 Präsidentin der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen, scheut keine Herausforderung und geht nicht selten den unbequemen Weg.
In Gütersloh geboren und zur Schule gegangen, hatte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester und mehrere Jahre Berufspraxis hinter sich, als sie ihr Medizinstudium in Mainz begann und parallel als Krankenschwester in den Unikliniken arbeitete. Dem zügig absolvierten Studium folgte die Weiterbildung zur Ärztin für Chirurgie und Unfallchirurgie in den Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden, bis heute ihr Arbeitgeber. Hier arbeitete sie in der Allgemein- und Viszeralchirurgie und in der Finanzabteilung. Die Controller-Tätigkeit übt auch die Kammerpräsidentin Stüwe weiterhin aus. Wenn es um sparsamen Mitteleinsatz geht, ist sie hartnäckig – in „ihrer“ Kammer, im Vorstand der Bundes­ärzte­kammer und beim Marburger Bund. Der ist – berufspolitisch gesehen – ihre Heimat, schon seit Studienzeiten. Seit 2003 steht sie an der Spitze des Landesverbands Hessen. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Klinikärzte ist ihr besonderes Anliegen. Engagiert vertritt sie aber auch die Interessen der Niedergelassenen. Vorsichtiges Abwarten ist nicht die Sache dieser selbstbewussten und in gutem Sinne streitbaren Frau. Am 2. Februar hat sie ihr 60. Lebensjahr vollendet. H. S.
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