ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2007Mathias Petersen: Machtkampf an der Alster

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Mathias Petersen: Machtkampf an der Alster

Dtsch Arztebl 2007; 104(6): A-358 / B-317 / C-304

Hibbeler, Birgit

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Mathias Petersen. Foto: ddp
Mathias Petersen.
Foto: ddp
Alles hatte sehr harmonisch begonnen: Bei seiner Wahl zum Hamburger SPD-Chef 2004 war Dr. med. Mathias Petersen (51) der Hoffnungsträger, der den Karren nach der verlorenen Bürgerschaftswahl wieder aus dem Dreck ziehen sollte. Doch nun steht der Facharzt für Allgemeinmedizin unter Druck. Kritiker werfen ihm vor, er sei führungsschwach und halte sich nicht an Absprachen. Petersen gilt als Einzelkämpfer, der nicht weiß, wie seine Partei „tickt“. In die Schlagzeilen geriet er zudem mit seinem Vorschlag, die Namen von Sexualstraftätern ins Internet zu stellen.
Der Rückhalt in der Partei bröckelt zusehends. So stellte der SPD-Landesvorstand in einem Beschluss fest, es gebe „einen erheblichen Vertrauensverlust“ in den Vorsitzenden. Ein Rücktritt ist für Petersen trotzdem offenbar kein Thema. Ungewiss aber ist, ob er bei der Bürgerschaftswahl 2008 für die SPD ins Rennen ziehen wird. Denn seine Stellvertreterin Dorothee Stapelfeldt (50) nutzt die Gunst der Stunde: Auch sie will nun Spitzenkandidatin werden. Eine Mitgliederbefragung soll bis Ende März entscheiden, wer gegen den CDU-Bürgermeister Ole von Beust (51) antreten soll.
Petersen ist seit 1997 Mitglied der Bürgerschaft. Er betreibt eine Praxis für Allgemeinmedizin in Altona und war mehrere Jahre Mitglied im Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg. Birgit Hibbeler
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