ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2007Exzessiver Alkoholkonsum: Erfolgreiches Präventionsprojekt

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Exzessiver Alkoholkonsum: Erfolgreiches Präventionsprojekt

PP 6, Ausgabe Februar 2007, Seite 54

Bühring, Petra

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Die Zahl schwerer Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen sank im Modellprojekt stetig. Foto: Visum
Die Zahl schwerer Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen sank im Modellprojekt stetig. Foto: Visum
Das Modellprojekt „HaLT“ (Hart am Limit) zur Prävention und Therapie von exzessivem Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen soll nach erfolgreichem Abschluss ab Januar bundesweit ausgeweitet werden. Das kündigte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, an. „HaLT“ bietet gleichzeitig individuelle Beratung nach exzessivem Alkoholkonsum und schafft auf kommunaler Ebene durch Information und Prävention eine erhöhte Sensibilität für übermäßigen Alkoholkonsum bei Jugendlichen. Dazu zählen beispielsweise Vereinbarungen mit Festveranstaltern, Vereinen und Gastronomiebetreibern für den Ausschank von Alkohol an Jugendliche.
Das Pilotprojekt von „HaLT“ wurde 2003 von der Villa Schöpflin – Zentrum für Suchtprävention in Lörrach entwickelt und vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Seit 2004 wird „HaLT“ als Bundesmodellprojekt durchgeführt, an dem sich neun Bundesländer mit elf Standorten beteiligen. „Seit Beginn des Projekts sind die Zahlen von Jugendlichen, die mit einer schweren Alkoholvergiftung stationär behandelt wurden, an den Standorten stetig zurückgegangen“, erklärte Bätzing. Zwischen 2000 und 2002 waren die Fallzahlen stationär behandelter Heranwachsender mit Alkoholvergiftungen um 26 Prozent gestiegen. Die Villa Schöpflin hat nun den Auftrag, ein Konzept für die bundesweite Umsetzung des Präventionsprojekts zu erarbeiten. PB
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