ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2007Versorgungswerke: Beharren auf Eigenständigkeit

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Versorgungswerke: Beharren auf Eigenständigkeit

Dtsch Arztebl 2007; 104(7): A-385 / B-341 / C-329

Flintrop, Jens

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Ulrich Kirchhoff. Foto: Archiv
Ulrich Kirchhoff.
Foto: Archiv
Die berufsständischen Versorgungswerke haben angekündigt, ihre Eigenständigkeit „mit allen Mitteln“ verteidigen zu wollen. „Notfalls ziehen wir bis vor die Schranken des Bundesverfassungsgerichts“, konterte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen (ABV), Dr. jur. Ulrich Kirchhoff, jüngste Forderungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), des Sozialverbandes Deutschland und der Wohlfahrtsorganisation Volkssolidarität. Die Organisationen hatten gefordert, langfristig auch Freiberufler mit berufsständischen Versorgungswerken in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen.
Wer nur auf neue Beitragszahler für die gesetzliche Rentenversicherung abziele, springe zu kurz, argumentierte Kirchhoff. Den Beitragszahlungen folgten in einem versicherungsmäßig ausgestalteten System wie der gesetzlichen Rentenversicherung auch entsprechende Leistungen. Durch eine Einbeziehung der Freiberufler werde die demografische Situation der gesetzlichen Rentenversicherung nicht entlastet, sondern es ergäben sich wegen der höheren Lebenserwartung dieses Personenkreises höhere Ausgaben. Von daher sei, betonte der ABV-Vorsitzende, eine solche Maßnahme für die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung sogar kontraproduktiv. JF
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