ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2007Fünfter Altenbericht: Potenziale des Alters nutzen

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Fünfter Altenbericht: Potenziale des Alters nutzen

Dtsch Arztebl 2007; 104(7): A-386 / B-342 / C-330

Hibbeler, Birgit

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Die Potenziale der älteren Generation sind noch längst nicht ausgeschöpft. Foto: Fotolia/OlgaLIS
Die Potenziale der älteren Generation sind noch längst nicht ausgeschöpft. Foto: Fotolia/OlgaLIS
Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Ursula von der Leyen hat dazu aufgerufen, den demografischen Wandel als Chance zu sehen. Viele ältere Menschen seien körperlich und geistig fit und hätten eine jahrzehntelange Berufserfahrung. „Ältere Menschen verfügen über Potenziale, die wir als Gesellschaft noch längst nicht ausgeschöpft haben“, sagte sie bei der Bundestagsdebatte über den 5. Altenbericht der Bundesregierung. Bisher seien nur 45 Prozent der 55-bis 65-Jährigen erwerbstätig.
Senioren müssten außerdem als Konsumentengruppe stärker wahrgenommen werden, denn Deutschland werde 2035 weltweit das Land mit der ältesten Bevölkerung sein. „Die deutsche Wirtschaft könnte hier zum Trendsetter für eine Entwicklung werden, die alle Industrienationen betrifft“, erklärte von der Leyen.
Gleichzeitig wies sie darauf hin, die Gesellschaft müsse sich auch den Herausforderungen stellen, die mit dem demografischen Wandel verbunden seien. In den nächsten 40 Jahren werde sich die Zahl der über 80-Jährigen verdreifachen, viele von ihnen seien kinderlos. Schon jetzt müsse man sich daher Gedanken über neue soziale Netze machen. So sei es denkbar, dass sich junge Alte verstärkt um Hochbetagte kümmerten.
Die Opposition kritisierte, der Altenbericht, der seit August 2005 vorliege, sei mit monatelanger Verzögerung auf die Tagesordnung des Bundestages gesetzt worden. „Leider wird es zur Gewohnheit, dass die Altenberichte erst jahrelang anstauben, bevor sie diskutiert werden“, kritisierte die FDP-Abgeordnete Sibylle Laurischk. Das werde der Bedeutung des Themas nicht gerecht. BH
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