ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2007Rektale Blutung in der Allgemeinpraxis

MEDIZIN: Referiert

Rektale Blutung in der Allgemeinpraxis

Dtsch Arztebl 2007; 104(7): A-433 / B-382 / C-370

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LNSLNS Inwieweit eine rektale Blutung als isoliertes, in der Allgemeinpraxis beklagtes Symptom auf eine kolorektale Neoplasie hinweist, wurde in einer prospektiven, über zehn Jahre laufenden Studie in britischen Praxen untersucht. Ungeachtet weiterer Symptome erfolgte in jedem Fall einer per-analen Blutung eine diagnostische Klärung mittels starrer oder flexibler Endoskopie oder Bariumkontrasteinlauf.
Innerhalb von zehn Jahren wurden bei 265 Patienten jenseits des 54. Lebensjahres als Ursache der rektalen Blutung 15 Karzinome (5,7 Prozent) und 13 Adenome (4,9 Prozent) entdeckt. Nur bei sechs Patienten mit kolorektaler Neoplasie lag zusätzlich eine Diarrhö vor. Da bei jedem zehnten Patienten mit einer rektalen Blutung ein Tumor gefunden wurde, sollte die peranale Blutung bei älteren Patienten immer eine Tumorausschlussdiagnostik zur Folge haben. w

du Toit J et al.: Risk in primary care of colorectal cancer from new onset rectal bleeding. BMJ 2006; 333: 69–70. E-Mail: kbarraclough@chotspot.co.uk

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