ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2007Kulturkalender: Wirkliche und konstruierte Welten

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Kulturkalender: Wirkliche und konstruierte Welten

Dtsch Arztebl 2007; 104(7): A-441 / B-390 / C-378

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LNSLNS Alle vier Wochen stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.


BERLIN
bis 9. April:
Foto: Hans Hammarskiöld
Foto: Hans Hammarskiöld
Gabriele-Münter-Preis 2007
Diesjährige Preisträgerin des Gabriele- Münter-Preises ist die 1962 geborene Künstlerin Leni Hoffmann, die die Jury durch ihre ausdrucksstarken farbigen Arbeiten mit Knetmaterialien überzeugte. Der weltweit einmalige Wettbewerb prämiert bildende Künstlerinnen, die älter als 40 Jahre sind. Er trägt den Namen der Malerin Gabriele Münter (1877–1962), die zur Künstlergemeinschaft „Blauer Reiter“ gehörte. Leni Hoffmann ging unter mehr als 1 450 Bewerbungen als Siegerin hervor. 40 dieser Künstlerinnen sind jetzt mit ihr in Berlin versammelt – eine Übersicht der besonderen Art.
Martin-Gropius-Bau, Niederkirchner Straße 7/Ecke Stresemannstraße 110, tgl. 10–20 Uhr, Di. geschlossen

DARMSTADT
bis 22. April:
Pontus Hultén – Künstler einer Sammlung
Unorthodox, visionär, der Kunst und ihrer Vermittlung verpflichtet – der im Oktober 2006 verstorbene schwedische Ausstellungsmacher Pontus Hultén (Foto: Selbstinszenierung von 1984) prägte über viele Jahrzehnte die europäische Museumslandschaft. Das Hessische Landesmuseum zeigt als einzige Station in Deutschland rund 100 Arbeiten aus seiner über 700 Werke umfassenden persönlichen Sammlung. Die von Hultén selbst getroffene Auswahl versammelt einige der wichtigsten Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, darunter Constantin Brancusi, Niki de Saint Phalle, Max Ernst, Sam Francis, Rebecca Horn, Kazimir Malevich, Claes Oldenburg, Robert Rauschenberg und Jean Tinguely.
Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Friedensplatz 1, Di.–Sa. 10–17,
Mi. 10–20, So. 11–17 Uhr

DÜSSELDORF
bis 6. Mai:
Spectacular City
Das Spektrum an persönlichen Annäherungen und Blickwinkeln zum Thema Stadtarchitektur ist breit gefächert, wie die rund 100 Fotografien von Künstlern wie Thomas Struth oder Michael Wesely beweisen. Die individuellen Sichtweisen urbaner Landschaften und berühmter Bauwerke haben so den dokumentarischen Charakter aufgegeben.
NRW Forum, Ehrenhof 2,
Di.–So. 11–20, Fr. 11–22 Uhr

FRANKFURT
bis 29. April:
Odilon Redon
Odilon Redon, der so unterschiedliche Künstler wie Matisse, Duchamp, die Surrealisten und sogar Jasper Johns faszinierte und beeinflusste, war eine der zentralen Persönlichkeiten des französischen Symbolismus. In Kohlezeichnungen und Lithografien thematisierte er eindrucksvoll menschliche Ängste und Albträume. Zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Redon dann seine charakteristischen Farbnebel für die mystischen Gestalten und Objekte, die er der antiken und christlichen Welt oder der Natur entnahm.
Schirn Kunsthalle, Römerberg, Di. und So. 11–19, Mi.–Sa. 11–22 Uhr

MÜNCHEN
17. Februar bis 13. Mai:
Andreas Gursky
„Wirklichkeit ist überhaupt nur darzustellen, indem man sie konstruiert“, meint der international renommierte Leipziger Fotokünstler Andreas Gursky. Nach einer viel beachteten Präsentation im New Yorker Museum of Modern Art 2001 ist die Gesamtschau seiner – von digitalen Techniken geprägten – Bilder nun in Deutschland zu sehen.
Haus der Kunst, Prinzregentenstraße 1, Mo.–So. 10–20, Do. 10–22 Uhr

bis 8. April:
Il Cosmo Driade – Der Kosmos Driade
Pop-Art und Arte Povera, Minimalismus und Memphis, Neobarock und neuer Purismus: Zwischen diesen Polen oszillieren die Aktivitäten des italienischen Familienunternehmens Driade, das seit 1968 wie kaum ein anderes mit der Geschichte des Designs verbunden ist.
Pinakothek der Moderne, Barer Straße 40, Di.–So. 10–18, Do. 11–20 Uhr


Der besondere Tipp

Foto: Wilhelm-Fabry-Museum Hilden
Foto: Wilhelm-Fabry-Museum Hilden
Das Alter in der Kunst – Lebenskunst im Alter
Die Veränderungen des Menschen im Alter, die körperlichen und geistigen Schwächen, aber auch der Reichtum an Erfahrungen und das ruhige Ende der Lebensbahn sind eine Inspirationsquelle der Kunst.
Das Wilhelm-Fabry-Museum zeigt vom 25. Februar bis 9. April zu diesem Thema eine Auswahl der Kunstsammlung des Instituts für Geschichte der Medizin der TU Dresden. Zeichnungen, Fotografien, Lithografien, unter anderem von Otto Dix und Alfred Hrdlicka, zeugen von Leid und Tod wie auch von Offenheit, Nachdenklichkeit und positiver Gestaltung des letzten Lebensabschnitts.
Wilhelm-Fabry-Museum, Benrather Straße 32a, Hilden, Di./Mi./Fr. 15–17, Do. 15–20, Sa. 14–17 , So. 11–13 und 14–18 Uhr.
Einführung und Vorträge siehe www.wilhelm-fabry-museum.de
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