ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2007Proteste: Feige Gesellschaft
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Wir Ärzte sind eine feige Gesellschaft. Wir sind zu feige, mit geradem Rückgrat für unsere eigenen Belange einzutreten. Stattdessen erfinden wir die Aktion „Patient in Not“. Das kommt nicht gut rüber. Dieser auf die Spitze getriebene scheinbare Altruismus ist peinlich und unglaubwürdig. Jeder Berufsstand hat das Recht und die Pflicht, für seine Belange einzutreten. Wer sich dafür hinter pseudoaltruistischen Floskeln verstecken muss, hat ein echtes Problem. Völlig überrascht war ich davon, dass ich als Vertragsarzt plötzlich dieselben Interessen haben sollte wie die Apotheke nebenan. Deren Interessen sind unbestritten und legitim, meine Interessen liegen sicherlich woanders. Da ist der Kassenärztlichen Bundesvereinigung doch einiges durcheinandergeraten. Für weitere Aktionen wünsche ich mir Klarheit und Transparenz. Das ewige Taktieren und Versteckspielen, das in der Ärzteschaft so lange Tradition hat, sollte auf den Müll geworfen werden. Was glauben die Ärzte eigentlich, wie dumm unsere Patienten sind? Wenn wir für unsere Interessen eintreten, dann können wir mit Respekt und Verständnis rechnen . . .
Dr. med. Jonas Burkhard-Meier, Ebertplatz 9, 50668 Köln
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige