ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2007Proteste: Die nächste Wahl kommt bestimmt
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Wie naiv muss Ärztin/Arzt sein, um zu glauben, dass die deutsche Ärzteschaft mit Protesttagen die Politik zur Vernunft zwingen kann? Ungeachtet der einhelligen Kritik an der sogenannten Gesundheitsreform halten die politisch Verantwortlichen an ihrem Werk fest. Wie sollten sie auch anders: Die Gesundheitsreform ist ein Prüfstein für die Koalition – also gilt die Devise: Augen zu und durch. 2009 wird eh neu gewählt. Für uns Vertragsärzte kann dies nur bedeuten:

1. Umwandlung der KBV und der Landes-KVen in unabhängige Interessenvertretungen der Mitglieder.
2. Rückgabe des Sicherstellungsauftrags an die Politik.
3. Einführung der Kostenerstattung und Abrechnung der Leistungen nach GOÄ über die dann freien KVen mit dem Patienten.

Nur so muss sich die Politik entscheiden, ob sie ein freies Gesundheitswesen oder eine Staatsmedizin in Deutschland wünscht. Entscheidet sich die Politik für eine Staatsmedizin, soll sie diese einführen und verantworten. Die nächste Wahl kommt bestimmt . . .
Dr. med. Heiner Busch, Salzstraße 58,
48143 Münster
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