ArchivDeutsches Ärzteblatt8/1996Fotoausstellung: „AIDS sieht man nicht“

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Fotoausstellung: „AIDS sieht man nicht“

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LNSLNS Zu mehr Solidarität und Toleranz gegenüber HIV-Infizierten und AIDS-Kranken hat die niedersächsische Staatssekretärin Birgit Gantz-Rathmann in Hildesheim aufgerufen. Bei der Eröffnung der vom Sozialministerium in Zusammenarbeit mit den niedersächsischen AIDS-Hilfen entwickelten Fotoausstellung "AIDS sieht man nicht" warnte die Staatssekretärin vor der sozialen Ausgrenzung dieses Personenkreises. Menschen mit HIV und AIDS seien trotz bisher erzielter Erfolge in der Prävention und Aufklärung im Alltag immer noch mit Berührungsängsten und Ignoranz ihrer Mitmenschen konfrontiert. Für die Betroffenen führe dies häufig zum Verlust des sozialen Umfeldes und zur gesellschaftlichen Ausgrenzung. Die Fotoausstellung, die nach Hildesheim auch in anderen Städten Niedersachsens gezeigt werde, solle dagegen ein Zeichen setzen. Die Ausstellung, die von dem Fotografen Heinrich Hecht ins Bild gesetzt wurde, zeigt Frauen und Männer aller Altersgruppen mit HIV und AIDS aus verschiedenen Regionen des Landes vor dem Hintergrund bekannter Bau- und Naturdenkmale in Niedersachsen. Damit soll, so das Niedersächsische Sozialministerium, zum Ausdruck gebracht werden, daß HIV und AIDS keine Probleme bestimmter Regionen oder einiger weniger Bevölkerungsgruppen sind. Viele Frauen und Männer haben sich spontan zur Mitarbeit bereit erklärt und durch ihr öffentliches Bekenntnis zur Infektion beziehungsweise Krankheit die sie umgebende Anonymität durchbrochen.
Die Hildesheimer AIDS-Hilfe e.V. veranstaltet in einem Rahmenprogramm zur Fotoausstellung, die bis zum 20. März im Foyer des Stadttheaters Hildesheim gezeigt wird, Buchlesungen, Filmbeiträge und eine Talkrunde mit Betroffenen, Angehörigen und Freunden. EB
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