MEDIEN

Polyneuropathien

Dtsch Arztebl 2007; 104(8): A-489 / B-429 / C-415

Neundörfer, Bernhard; Heuß, Dieter

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Neurologie: Empfehlenswertes Fachbuch

Eingebettet in die „Referenzreihe Neurologie“ erscheint das Buch als völlig überarbeitete Neuauflage. Polyneuropathien werden unter den Aspekten „klinische Diagnostik“, „neuropathologische Morphologie“, „apparative Zusatzdiagnostik“ und „Nosologie“ differenziert dargestellt. Eine gewisse Redundanz in den verschiedenen Kapiteln, zum Beispiel die Elektrophysiologie betreffend, erscheint hierbei akzeptabel, da die jeweiligen Schwerpunkte in den ersten Kapiteln methodisch, im letzten Kapitel klinisch ausgerichtet sind.
Herauszuheben ist das Kapitel über klinische Diagnostik, in dem auf viele, häufig übersehene anamnestische Grunddaten oder Beschwerdecharakteristika und ihre Bedeutung hingewiesen wird. Im Kapitel über die Pathomorphologie findet man viele farbige Beispielabbildungen; es wird initial auch auf die Indikationsstellung, auf die Durchführung und auf Risiken eingegangen. In dem Beitrag über die neurophysiologische Diagnostik hätte die autonome Diagnostik durchaus etwas ausführlicher, die Elektroneurographie und insbesondere die Befundkonstellationen dafür etwas kürzer dargestellt werden können. Der Abschnitt über Liquorbefunde ist wiederum sehr hilfreich. Zuletzt sind im Kapitel „Nosographie“ die Klinik, Genese und Genetik und Therapie der relevanten Krankheitsbilder detailliert und mit spezifischer Relevanz dargestellt, wobei sich auch seltenere Ursachen nicht in einer langweilenden Übersicht verlieren.
Das Werk wird in seinem Umfang der Bedeutung der Erkrankung „Polyneuropathie“ gerecht und ist ein empfehlenswertes Fachbuch für den klinisch tätigen Neurologen. Viele Tabellen helfen beim praktischen Gebrauch. Thomas Vogt

Bernhard Neundörfer, Dieter Heuß (Hrsg.): Polyneuropathien. Thieme, Stuttgart, 2007, 129 Seiten, gebunden, 69,95 €
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