ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2007Ceftriaxon zur Infektionsprophylaxe bei Leberzirrhose

MEDIZIN: Referiert

Ceftriaxon zur Infektionsprophylaxe bei Leberzirrhose

w; Stahl, Andreas

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LNSLNS Eine bakterielle Infektion verschlechtert die Prognose der fortgeschrittenen Leberzirrhose nachhaltig, wenn es zu einer gastrointestinalen Blutung, meist aus Ösophagusvarizen gekommen ist. Eine spanische Arbeitsgruppe berichtet über eine prospektive Studie an 111 Patienten, bei denen zur Infektionsprophylaxe zweimal 400 mg Norfloxacin per os oder 1 g Ceftriaxon i. v. für sieben Tage gegeben wurde. Dabei erwies sich Ceftriaxon dem Gyrasehemmer als signifikant überlegen. Unter Norfloxacin entwickelten 26 Prozent der Patienten, unter Ceftriaxon nur 11 Prozent eine bakterielle Infektion innerhalb von zehn Tagen nach dem Blutungsereignis. Eine spontane bakterielle Peritonitis entwickelten nach der Gabe von Norfloxacin 12 Prozent der Patienten mit einer Leberzirrhose, nach der Behandlung mit Ceftriaxon war dies lediglich bei 2 Prozent der Fall. w

Fernandez J et al.: Norfloxacin vs ceftriaxone in the prophylaxis of infections in patients with advanced cirrhosis and hemorrhage. Gastroenterology 2006: 131: 1049–56.
E-Mail: mnavasa@clinic.ub.es

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