ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2007Früherkennung des Prostatakarzinoms: Hohe diagnostische Bedeutung von PET/CT

MEDIZIN: Diskussion

Früherkennung des Prostatakarzinoms: Hohe diagnostische Bedeutung von PET/CT

Dtsch Arztebl 2007; 104(8): A-504 / B-444 / C-431

Alber, Herbert

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LNSLNS Die Ausführungen im oben genannten Beitrag zur bildgebenden Diagnostik können so nicht unwidersprochen bleiben. Es wird den Verfassern zugestanden, dass zum Beispiel die artifizielle neuronale Netzwerk-Analyse, das sogenannte ANNA-Verfahren (1), die in sie gesetzten Erwartungen nicht immer erfüllen kann. Mithilfe der Nuklearmedizin wurden jedoch in den letzten Jahren in vielen Zweifelsfällen bei
- PSA-Werten von weit über 4,0 ng/mL, zum Beispiel 10 bis 20 ng/mL
- mehrfachen negativen Stanzbiopsien
- durchgeführtem ANNA-Verfahren
in kürzester Zeit durch die Cholin-PET/CT verborgene kleine bis mittelgroße, aber hochgradig maligne Prostatakarzinome festgestellt.
Die in diesem Zusammenhang vorzunehmende genaue Ortung des hell leuchtenden Ca und die anzustrebende Treffsicherheit im Zuge der nachfolgenden meist lateralen Stanzbiopsie bedürfen keiner besonderen Erwähnung. Insoweit ist aber die PET/CT als die Methode der Früherkennung nachrangig. Bei Zweifelsfällen der geschilderten Art ist jedoch die PET/CT vorbehaltlos die erste Wahl. Es besteht nun die nicht unbegründete Sorge, dass die Ausführungen im Abschnitt „Bildgebung“ in drei Sätzen die derzeit erfolgreiche Arbeit der Nuklearmedizin an diesem Gerät unberechtigt in Zweifel ziehen.


Herbert Alber
Hölderlinstraße 96, 72461 Albstadt
1.
Loch T, Leuschner I, Genberg C et al.: Improvement of transrectal ultrasound. Artificial neural network analysis (ANNA) in detection and staging of prostatic carcinoma: Urologe A 2000; 39: 341–7. MEDLINE
1. Loch T, Leuschner I, Genberg C et al.: Improvement of transrectal ultrasound. Artificial neural network analysis (ANNA) in detection and staging of prostatic carcinoma: Urologe A 2000; 39: 341–7. MEDLINE

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