ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2007Frauen an der Spitze II: Vorbild für junge Ärztinnen

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Frauen an der Spitze II: Vorbild für junge Ärztinnen

Dtsch Arztebl 2007; 104(8): A-508 / B-448 / C-435

Hibbeler, Birgit

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Marion Kiechle-Bahat.Foto: privat
Marion Kiechle-Bahat.
Foto: privat
Die Gynäkologie ist ein Fach, in dem viele Ärztinnen tätig sind. Doch die Führungspositionen bekleiden auch in dieser Disziplin oftmals Männer. Eine Ausnahme ist Prof. Dr. med. Marion Kiechle-Bahat (46): Seit fast sieben Jahren ist sie die Direktorin der Frauenklinik rechts der Isar der Technischen Universität München und zugleich erste und einzige Ordinaria in der Frauenheilkunde.
Kiechle-Bahat bedauert, dass Frauen noch immer wesentlich seltener als Männer ganz oben in die Hierarchie gelangen. Die Gründe dafür seien vielschichtig. Eine Ursache aber sieht sie darin, dass es jungen Ärztinnen an positiven Beispielen und Mentorinnen mangele. „Nachdem ich den Ruf nach München angenommen hatte, sagte eine meiner Studentinnen zu mir: ,Endlich habe ich ein Vorbild‘“, berichtet Kiechle-Bahat, die sich unter anderem im Deutschen Ärztinnenbund engagiert.
Kiechle-Bahat studierte Medizin an der Universität Freiburg. Nach ärztlicher Tätigkeit in einer Praxis und ihrer Promotion ging sie als Stipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft in die USA, kehrte dann nach Freiburg zurück und arbeitete an der dortigen Universitätsfrauenklinik. 1995 habilitierte sie sich und wurde Oberärztin. 2000 wurde sie von der Universität Kiel zur außerplanmäßigen Professorin ernannt. Wenig später nahm sie den Ruf nach München an. Kiechle-Bahat ist Vorsitzende der Bioethik-Kommission der Bayerischen Staatsregierung und stellvertretende Vorsitzende der Zentralen Ethikkommission für Stammzellforschung. Birgit Hibbeler
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