ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2007HIV-Neuinfektionen: Höchste Rate in Osteuropa

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HIV-Neuinfektionen: Höchste Rate in Osteuropa

Dtsch Arztebl 2007; 104(9): A-525 / B-461 / C-449

Gieseke, Sunna

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Foto: Keystone
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Osteuropa hat weltweit die höchste Rate der HIV-Neuinfizierungen. Nach Angaben von Aids Action Europe haben sich 2006 schätzungsweise 270 000 Menschen mit dem Virus infiziert. Ein Drittel der HIV-Neuinfektionen betrifft die 15- bis 24-Jährigen. Der Großteil infizierte sich beim unsterilen intravenösen Drogengebrauch. Nur 13 Prozent der Menschen mit HIV und Aids haben in dieser Region Zugang zu einer medikamentösen Behandlung. Mitverantwortlich für den rapiden Anstieg der Neuinfektionen in Osteuropa seien auch die Regierungen. Bisher gebe es in der Region nur wenige Ansätze der Informations- und Präventionsarbeit und nur wenige Maßnahmen, um die Stigmatisierung der Betroffenen zu verringern. Viele neue EU-Mitgliedstaaten seien zudem die Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen (NGO) nicht gewöhnt. Diesen wiederum fehle durch den Wegfall der internationalen Gelder seit dem EU-Beitritt die Möglichkeit, viele Projekte umzusetzen.
Vor dem Hintergrund der Konferenz der EU-Ge­sund­heits­mi­nis­ter „Partnerschaft und Verantwortung – gemeinsam gegen HIV/Aids“ am 12. und 13. März in Bremen forderte Aids Action Europe, die NGO vor Ort zu unterstützen und den Betroffenen den Zugang zu Prävention und Therapie zu ermöglichen. sun
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