ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2007Komplementärmedizin: Fiasko der Alternativen?
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Eine Diskussion zwischen Vertretern der wissenschaftlichen Medizin und Anhängern der Homöopathie, der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) oder des Ayurveda ist wegen völlig unterschiedlicher theoretischer Grundlagen von vornherein unsinnig. Naturphilosophisch begründete Heilmethoden, wie z. B. die TCM, können nur Glaubenssätze anführen, die nicht nur für Schulmediziner, sondern ebenso für Vertreter anderer alternativer Richtungen inakzeptabel und für Außenstehende vielfach nicht einmal verstehbar sind. Die Wirksamkeit verschiedener Heilmethoden ausgerechnet an den Beispielen Fibromyalgie und funktionelle Darm­er­krank­ungen belegen zu wollen, bei denen suggestive Einflüsse eine entscheidende Rolle spielen, ist der zweite fundamentale Fehler des „Dialogforums Pluralismus in der Medizin“. Warum wählt man hierfür nicht Krankheiten aus, bei denen Placeboeffekte weniger deutlich und Therapiewirkungen durch eindeutige Parameter dokumentierbar sind, wie beispielsweise Diabetes mellitus, Hypothyreose oder Fettstoffwechselstörungen? Befürchten die Veranstalter ein Fiasko der „Alternativen“?
Prof. Dr. Manfred Stöhr,
Fritz-Strassmann-Straße 35, 86156 Augsburg
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