ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2007HTA-Bericht: Katarakttherapie und AMD

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HTA-Bericht: Katarakttherapie und AMD

Dtsch Arztebl 2007; 104(9): A-562 / B-493 / C-475

Krüger-Brand, Heike E.

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Der graue Star und die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) zählen zu den häufigsten Augenerkrankung älterer Menschen. Ob sich die Behandlung einer Katarakt möglicherweise negativ auf die Entwicklung einer AMD auswirkt, untersucht ein HTA(Health Technology Assessment)-Bericht, den das DIMDI – Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information, Köln, kürzlich veröffentlicht hat. Weder für die AMD noch für die Katarakt gibt es vorbeugende Maßnahmen. Die operative Wiederherstellung der Sehkraft bei einer Katarakt hat sich als Routineverfahren etabliert. Die AMD hingegen ist aufgrund nur wenig Erfolg versprechender Therapiemöglichkeiten die mit Abstand häufigste Erblindungsursache älterer Menschen in den Industrieländern. Durch die steigende Lebenserwartung wird künftig die Zahl der Menschen zunehmen, die sowohl am grauen Star als auch an der AMD leiden.
Die Autoren des HTA-Berichts fanden Hinweise darauf, dass eine Kataraktoperation das Fortschreiten einer Frühform der AMD fördert. Allerdings reicht die vorhandene Evidenz nicht, um ihren Beitrag hinsichtlich der Erstmanifestation oder der Progression der Spätform der AMD zu beantworten. Hierfür sind weitere Studien, die Alter und Kataraktschwere berücksichtigen, erforderlich. Neben medizinischen Fragen sollten auch ökonomische, ethische und juristische Aspekte untersucht werden, empfehlen die Autoren. Der HTA-Bericht „Welche Auswirkung hat die Katarakt-Operation auf das Entstehen oder das Fortschreiten einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD)?“ ist in der DAHTA-Datenbank beim DIMDI und im HTA-Journal bei German Medical Science kostenfrei als Volltext abrufbar (www.dimdi.de/static/de/hta/index.htm). KBr
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