ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2007Fluticason gegen eosinophile Ösophagitis

MEDIZIN: Referiert

Fluticason gegen eosinophile Ösophagitis

Dtsch Arztebl 2007; 104(9): A-575 / B-506 / C-487

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LNSLNS Seit einigen Jahren beschäftigt ein neues Krankheitsbild, die eosinophile Ösophagitis, die Gastroenterologen. Im Vordergrund der klinischen Symptomatik stehen Bauchschmerzen, Erbrechen, Dysphagie, Bolusobstruktion und Gewichtsverlust. Endoskopisch imponieren eine Lumenstenose, Ringbildungen und Längsrisse der Mukosa nach der Passage des Endoskops. Entscheidend für die Diagnose ist der histologische Befund mit mehr als 24 Eosinophilen pro Gesichtsfeld und eine Epithelhyperplasie. Gehäuft findet man das Krankheitsbild in Atopikerfamilien. Eine allergenfreie Kost bessert die Symptome.
Die Autoren berichten über eine randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudie an 36 Kindern mit diesem Krankheitsbild, die über drei Monate täglich zweimal 880 mg Fluticason-Spray oder Placebo erhielten. Eine histologische Remission erzielten 50 % der Kinder unter der Wirksubstanz und nur 5 % unter Placebo, wobei der Effekt bei Nichtallergikern und jüngeren Patienten sowie im proximalen Ösophagus deutlicher ausgeprägt war. Dies betraf auch die Rückbildung der Symptomatik. Unter dem Fluticason-Spray kam es bei einem Patienten zu einer Soorösophagitis, die nach einer zehntägigen Therapie mit Nystatin abheilte.
Konikoff MR et al.: A randomized double-blind, placebo-controlled trial of fluticasone propionate for pediatric eosionphilic esophagitis. Gastroenterology 2006; 131: 1381–91.
E-Mail: rothenberg@cchmc.org

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