ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2007Kongressmesse TeleHealth: Telemedizin im Mittelpunkt

TECHNIK

Kongressmesse TeleHealth: Telemedizin im Mittelpunkt

Dtsch Arztebl 2007; 104(9): A-592 / B-522 / C-503

Krüger-Brand, Heike E.

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Parallel zur Computermesse CeBIT in Hannover findet erstmals eine zweitägige internationale Kongressmesse zur Gesundheitstelematik statt.

Die erfolgsverwöhnte Computermesse CeBIT kämpft seit einiger Zeit mit rückläufigen Besucher- und Ausstellerzahlen und steht unter wachsendem Wettbewerbsdruck. Mit konzeptionellen Änderungen und durch die Konzentration auf Fachbesucher will die Deutsche Messe AG jetzt eine Trendwende herbeiführen. So sollen künftig stärker Themen statt Produkte im Vordergrund stehen, um den Nutzen für die Besucher zu erhöhen. Beispiele hierfür sind die Themenfelder Security und Public Sector, um die sich die Anbieter von entsprechenden Dienstleistungen und Produkten gruppieren sollen.
Als attraktiven zusätzlichen Schwerpunkt haben die CeBIT-Veranstalter darüber hinaus das Thema Gesundheit entdeckt, das erstmals in dem Fachkongress „TeleHealth“ vom 19. bis 20. März 2007 parallel zur Computermesse aufgegriffen wird (www.telehealth.de). Der Gesundheitsbereich gilt als Wachstumsbranche: So ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes inzwischen etwa jeder neunte Beschäftigte in Deutschland – knapp 4,3 Millionen Menschen – für das Gesundheitswesen tätig (Stand: 31. Dezember 2005). 80 Prozent der Kosten im Gesundheitssystem verursachen die chronisch Kranken. Ein Großteil der Kosten wird dabei durch administrative Leistungen verursacht.
Gründe genug für die neue Kongressmesse TeleHealth, zu der 2007 rund 500 Kongressteilnehmer und 50 Aussteller erwartet werden. Veranstaltet wird der Kongress einschließlich Fachausstellung im Convention Center auf dem Messegelände Hannover. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen telemedizinische Anwendungen und Technologien. Gezeigt werden Lösungen für den Informationsfluss zwischen Patienten, niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern und dem Rehabereich. Zielgruppe sind Experten und Fachbesucher. „Wir wollen internationale Entscheider aus dem Gesundheitswesen, der Wirtschaft, aus Forschung und Entwicklung, aus den Verbänden und aus der Politik zusammenführen“, so Ernst Raue, Vorstand der Deutschen Messe AG, zum Konzept.
Am ersten Tag der TeleHealth geht es im Vortragsprogramm unter anderem um „personal health“ anhand von Telediagnostik und Telemonitoring. Der zweite Tag widmet sich Themen wie Sensorik, Datenbanken und Expertensystemen. Gleichzeitig finden Firmenvorträge der Aussteller statt. An beiden Veranstaltungstagen präsentiert sich außerdem die Continua Health Alliance, in der sich große Unternehmen der IT- und Pharmabranche, darunter Dell, IBM, Pfizer, Roche und Astra Zeneca, zusammengeschlossen haben, um Telemedizinlösungen für das Gesundheitsmanagement zu entwickeln.
Ob sich die Veranstaltung in Hannover tatsächlich zum europäischen Branchentreff für Telemedizin entwickeln wird, bleibt abzuwarten, denn der Bereich E-Health und Gesundheitstelematik gilt weltweit als Wachstumsmarkt, den inzwischen viele Veranstalter entdeckt haben. Beispiele sind die Medica in Düsseldorf, die ITeG (IT-Messe und Dialog im Gesundheitswesen), The World of Health IT (Wien), die Med-e-Tel in Luxemburg sowie viele regionale Kongressmessen. Heike E. Krüger-Brand
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