GELDANLAGE

Börsebius: Fiat lux

Dtsch Arztebl 2007; 104(9): A-596 / B-524 / C-504

Rombach, Reinhold

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LNSLNS Die Klimakatastrophe hat mittlerweile auch die Börsenwelt erreicht. In vielen Studien geben Analysten kund und zu wissen, dass es so nicht mehr weitergehen kann mit unserer Mutter Erde. Das klingt durchaus plausibel. Allerdings, wenn es konkret wird, bleiben die Experten seltsam stumm, die Auguren lieber im globalen Gemurmel verhaftet oder verweisen auf Fonds, die in erneuerbare Energien investieren.
Bis jetzt habe ich zu dieser Thematik kaum etwas wirklich Substanzielles gelesen, etwa welche Firmen haben welche neuen vielversprechenden, echt umweltverbessernden Produkte in der Pipeline; eine Studie mit im Detail begründeten Empfehlungen ist mir bis jetzt noch nicht in die Hände gefallen. Schade eigentlich, aber vielleicht liegt’s aber auch an der Komplexität des Themas.
Einen Riesenschritt nach vorne, zumindest in der Signalwirkung, hat jetzt Australien gemacht. Als erstes Land der Welt, das hat Umweltminister Malcom Turnbull stolz angekündigt, sollen herkömmliche Glühbirnen schrittweise abgeschafft und dafür nur noch sogenannte Energiesparlampen zugelassen werden. Mit diesem Schritt will die Regierung den Energieverbrauch drastisch senken und somit die Emission von schädlichen Treibhausgasen deutlich reduzieren, was in Australien eh bitter nötig ist, zählt dieses Land doch bisher zu den Sündenböcken der Welt und hat noch nicht mal das Kyoto-Protokoll unterschrieben.
Die Vorreiterrolle Australiens in Sachen Energiesparleuchten wird, wenn die Reflexe der Politiker funktionieren, dessen bin ich gewiss, zu Nachahmungshandlungen auch in anderen Ländern führen. Auch hierzulande sind bereits entsprechen-
de Stimmen zu hören, allerdings mit typisch deutsch bremswirkenden Nuancen, ein Verbot klassischer Glühleuchten käme eher nicht infrage, das Vorpreschen Australiens sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein und so weiter.
Gleichwohl halte ich den Trend in Richtung Energiesparlampen sowohl für eindeutig eingeleitet und erst recht unumkehrbar. Damit lohnt es sich meines Erachtens schon, einen Blick auf die Unternehmen zu werfen, die sich dieser Technologie verschrieben haben. Die führenden Hersteller Philips und Siemens („Osram“) haben nicht erst seit gestern Hunderte von Millionen in die Erforschung und Vermarktung innovativer Lichttechnik investiert, das gilt auch für General Electric, den dritten bedeutenden Anbieter solcher Produkte.
Ob ein Einstieg in die Aktien dieser Unternehmen, die schließlich nicht nur mit Licht ihr Geld verdienen, nunmehr angezeigt ist, muss jeder Anleger für sich selbst entscheiden. Visionäres Denken sollte aber der Börsengott belohnen. Irgendwann wenigstens.

Börsebius-Telefonberatung „rund ums Geld“
Wie an jedem 1. Samstag des Monats können Sie auch am 3. März 2007 in der Zeit von 9 bis 13 Uhr
Börsebius (Diplom-Ökonom Reinhold Rombach) anrufen. Wenn in Finanzdingen „der Schuh drückt“,
wählen Sie bitte 02 21/98 54 80-17. Die kostenlose telefonische Beratung ist ein Service des Deutschen Ärzteblattes für seine Leser.
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