ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2007Neue Kran­ken­ver­siche­rung für Freiberufler: Rentenkomponente inklusive

BERUF

Neue Kran­ken­ver­siche­rung für Freiberufler: Rentenkomponente inklusive

Dtsch Arztebl 2007; 104(9): [130]

Flintrop, Jens

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LNSLNS Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) hat mit der Gothaer Kran­ken­ver­siche­rung AG einen Kollektivvertrag abgeschlossen. Darin wird allen Mitgliedern der freien Berufsverbände eine Kombi-Kran­ken­ver­siche­rung angeboten: Gothaer Vitario heißt die Kombination aus Krankheitskostenvollversicherung und Rentenversicherung.
Ziel ist es, durch einen Ansparvorgang in der Rentenversicherung bis zum Rentenbeginn eine Beitragsentlastung in der Krankheitskostenvollversicherung im Ruhestand zu erreichen. Hierbei wird durch regelmäßige monatliche Grundbeiträge für die Rente und einen zusätzlichen Sparbetrag, der vor allem von der Leistungsfreiheit in der Krankheitskostenvollversicherung abhängig ist, die Rentenversicherung gespeist. Anders gesagt: Je weniger Leistungen der Kunde in Anspruch nimmt, desto höher ist das angesparte Kapital der Rentenversicherung zur Finanzierung der Kran­ken­ver­siche­rungsbeiträge im Alter. Bei kompletter Leistungsfreiheit hat der Kunde Anspruch auf bis zu sechs Monatsbeiträge und einen zusätzlichen Bonus von einem Monatsbeitrag, wenn diese komplett in die Rentenversicherung fließen. „Das Modell wird der wirtschaftlich denkenden Zielgruppe der Freiberufler gerecht“, meint Dr. Helmut Hofmeier, Vorstand der Gothaer Kran­ken­ver­siche­rung AG.
Ein Beispiel: Ein 35-jähriger Arzt schließt „Gothaer Vitario“ ab. Geht man bei der Kran­ken­ver­siche­rung von einer medizinischen Inflation von 1,6 Prozent im Jahr aus, werden im besten Fall, das heißt bei kompletter Leistungsfreiheit, die Kran­ken­ver­siche­rungsbeiträge aus heutiger Sicht von der Rente finanziert. Darüber hinaus bekommt der Kunde zusätzlich eine Rente von voraussichtlich rund 220 Euro monatlich. Im schlechtesten Fall, das heißt bei vollständig leistungspflichtigem Verlauf, erhält der Kunde etwa 80 Euro monatlich aus der Rentenversicherung. Damit kann er den Beitrag zur Kran­ken­ver­siche­rung entsprechend reduzieren.
„Die desaströse Entwicklung bei der sogenannten Gesundheitsreform gab für uns den Ausschlag, nach anderen Lösungen zu suchen“, begründete BFB-Präsident Dr. Ulrich Oesingmann die BFB-Initiative. JF
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