ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2007Ärzte-Schach: Die schönste Gegend

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Ärzte-Schach: Die schönste Gegend

Dtsch Arztebl 2007; 104(10): A-637 / B-560 / C-537

Knoblach, Georg

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Auf den Beitrag würde man nicht reagieren, wenn er wirklich das wäre, wie er sich liest, eine Glosse. Dies ist er aber leider nicht. Der Autor fühlt sich bemüßigt, auf der Schachseite des DÄ eine Region mit circa 200 000 Einwohnern zu beleidigen: „Bamberg – eine Stätte der Dumpfheit und Finsternis. Einst und heute.“ Als Beweis für diese drastische Einschätzung führt der Autor zwei Zitate an. Das eine von Philip Ludwig Röder, einem wenig bekannten Enzyklopädisten des 18. Jahrhunderts . . ., das zweite von Friedrich Hölderlin aus dem Jahr 1803. Er berichtet, ihm sei auf dem Weg nach Bamberg ein Husar entgegengeschickt worden, „wegen der Diebesbanden in den Wäldern um Bamberg“ . . . Aus den Zuständen von 1803 auf die heutige Zeit rückzuschließen (Zitat des Autors: „So viele Husaren gibt es gar nicht mehr, um alle Teilnehmer des Ärzteturniers sicher nach Bamberg zu geleiten.“), ist schlichtweg eine Unverschämtheit . . . Positive Zitate über Bamberg gibt es zuhauf. „Und so fuhr ich, . . . nach Bamberg. Es ist die schönste Gegend der Welt . . .“ (Herder 1788). „Alsdann besuch’ Heidelberg, gehe über Würzburg und Bamberg nach Hause, damit Du ein wenig die Welt siehst“ (Goethe 1808) . . . Dem geneigten Leser, der jetzt nicht mehr weiß, wem er glauben soll, dem Schachgenie Dr. Helmut Pfleger oder Goethe, können wir nur eines empfehlen: Nutzen Sie das nächste freie Wochenende, kommen Sie unvoreingenommen zu uns, bewundern Sie unsere kulturellen Schätze, genießen Sie unsere kulinarischen Spezialitäten und lernen Sie die Bamberger kennen – danach machen Sie sich bitte ein Urteil über die Region.
Dr. med. Georg Knoblach,
1. Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes
Bamberg, Hainstraße 1, 96047 Bamberg
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