ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2007Klinikarzt der Zukunft: Der Arzt wird eingegrenzt
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Das Rad hat Herr Pföhler sicher nicht neu erfunden, wenn er fordert, dass der Klinikarzt der Zukunft nur noch das macht, was er am besten kann. Dieses vermeintlich „neue Berufsbild“ wurde doch bisher durch Assistenz-, Stations-, Fach-, Ober- und Chefärzte schon bestens erfüllt. Brauchen wir denn nun wirklich auch noch „personenbezogene Berater“, „Spezialisten für hoch differenzierte Einzelfunktionen“, „Systembetreuer“ und „Beratungsspezialisten“? Diese Begrifflichkeiten lassen hingegen unsere ureigenste Tätigkeitsbezeichnung doch sehr vermissen: den Arzt. Wir Ärzte sollten tunlichst vermeiden, uns von Vorstandchefs, Politikern, Funktionären oder Verwaltern in „vier Arzttypen“ klassifizieren und in unserem Einfluss eingrenzen zu lassen. Ich habe diesen Beruf vor nunmehr 16 Jahren nicht gewählt, um von einem privaten Konzern als Betreuer eines immer aufgeblaseneren bürokratischen Systems eingesetzt zu werden, sondern um einen sozialen Beruf auszuüben und Patienten nach einer jahrelangen und sehr spezialisierten Ausbildung natürlich optimal zu betreuen.
Dr. med. Matthias Siebert, Wölflinstraße 1,
79104 Freiburg im Breisgau
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