ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2007Internet: Suchtberatungsstellen online

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Internet: Suchtberatungsstellen online

Dtsch Arztebl 2007; 104(10): A-641 / B-565 / C-541

Kl

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Der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e. V. hat mit den ihm angeschlossenen örtlichen Suchtberatungsstellen ein Suchtberatungsportal im Internet vorgestellt (www. beratung-caritasnet.de). Ziel dieses Angebotes ist es, Menschen mit Suchtproblemen im Erzbistum Köln besser zu erreichen als bisher. Durch die Onlineberatungsstelle wird für Betroffene die Hemmschwelle gesenkt, weil sie anonym Rat suchen können. 2005 wurden 7 500 Klienten betreut, davon waren zwei Drittel Männer und ein Drittel Frauen. So gibt es beispielsweise allein in Nordrhein-Westfalen 1,6 Millionen Menschen mit schädlichem Alkoholkonsum und circa 550 000 behandlungsbedürftige Alkoholabhängige. Doch nicht nur Alkohol verursacht Suchtprobleme, sondern auch illegale Drogen, Tabak und Glücksspiele. Zwar ist die Raucherquote von Jugendlichen (12- bis 17-Jährige) von 28 Prozent auf 20 Prozent gesunken, jedoch hat jeder zweite Jugendliche schon Cannabis probiert.
Seit dem Start Mitte 2006 verzeichnete das Suchtberatungsportal 180 Kontakte. Erreicht habe man vor allem mehr jüngere Leute, Frauen und deren Angehörige, teilte der Caritasverband mit. Ratsuchende können sich mittels Benutzername und Passwort anmelden, um Kontakt mit Suchtberatern herzustellen. Über die Angabe der Postleitzahl wird dem Hilfesuchenden die nächstgelegene Beratungsstelle zugeordnet. Das Beratungspersonal wurde extra auf die schriftliche Beratung geschult, um über den E-Mail-Kontakt Vertrauen aufzubauen. Strebt der Hilfesuchende darüber hinaus ein persönliches Treffen an, so besteht bereits ein Vertrauensverhältnis zum Berater. Die Nutzer des Angebots können mit dem Berater jederzeit online in Kontakt treten und erhalten spätestens nach zwei Werktagen eine Antwort. KL
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