ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2007Differenzialdiagnose von Kopfschmerzen: Vorsicht bei Probebiopsie

MEDIZIN: Diskussion

Differenzialdiagnose von Kopfschmerzen: Vorsicht bei Probebiopsie

Dtsch Arztebl 2007; 104(10): A-660 / B-582 / C-558

Krüger, Thomas

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LNSLNS Im Artikel empfehlen die Autoren bei Verdacht auf eine Riesenzellarteriitis eine „großzügige Indikation zur Temporalarterienbiopsie“. Dazu ist anzumerken, dass im Vorfeld einer geplanten Probeexzision (PE) eine Dopplersonographie der Karotiden obligat ist, weil bei einer Strömungsumkehr der A. carotis externa die okuläre Perfusion nämlich über dieses Gefäßsystem stattfinden kann.
Bei einer Probenentnahme der A. temporalis als Ast der Externa bricht dann die retinale Durchblutung zusammen, und der Patient erblindet auf dem Auge der betroffenen Seite. Außerdem impliziert eine negative Histologie keinen sicheren Ausschluss eines M. Horton, sodass das Thema Probebiopsie insgesamt kontrovers diskutiert wird.

Dr. Thomas Krüger
Johannisfreiheit 2
49074 Osnabrück

Interessenkonflikt
Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

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