ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2007Matthias Schrappe: Kündigung aus Prinzip

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Matthias Schrappe: Kündigung aus Prinzip

Dtsch Arztebl 2007; 104(10): A-663 / B-585 / C-561

Merten, Martina

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Matthias Schrappe. Foto: Bernhard Eifrig
Matthias Schrappe.
Foto: Bernhard Eifrig
Am 31. Januar hat Prof. Dr. med. Matthias Schrappe sein Arbeitsverhältnis mit der Privatuniversität Witten-Herdecke gekündigt – „aus Prinzip“, sagt der ehemalige hauptamtliche Dekan der dortigen Medizinischen Fakultät und Wissenschaftliche Geschäftsführer. Die knapp eineinhalb Jahre, die er diese Ämter innehatte, bezeichnet der 52-Jährige als eine „gute Zeit“ an einer Universität, an der „vorbildlich mit Studenten umgegangen wird“.
Der Entschluss des Facharztes für Innere Medizin kam für viele überraschend, war Schrappe doch einer von denen, die der Universität durch ihre maßgebliche Mitarbeit an einer Neukonzeption des Faches Humanmedizin und durch sein Renommee aus ihrer Krise verhalfen. Doch der Schritt des Mitglieds im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen scheint wohlüberlegt. Ihm seien „schwerwiegende Differenzen über die Ausrichtung und das Konzept der Universität vorausgegangen“, erklärt der gebürtige Hamburger.
In bedachten Worten: Das Gute an einer Privatuniversität sei deren Flexibilität bei Entscheidungen. Allerdings sei es gleichzeitig wichtig, dass die Kapitalgeber Manager mit hochschulpolitischem Hintergrund engagierten und sich aus dem Tagesgeschäft heraushielten. Nur auf diese Weise könne man der akademischen Ausrichtung einer Privatuniversität gerecht werden. Nun führt Schrappe Gespräche mit weiteren Hochschulen – denn an einer Universität zu arbeiten, möchte der Versorgungsforschungsexperte nicht missen. Martina Merten
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