ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2007Joachim Bovelet: Kein Richtungswechsel

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Joachim Bovelet: Kein Richtungswechsel

Dtsch Arztebl 2007; 104(10): A-663 / B-585 / C-561

Rabbata, Samir

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Joachim Bovelet. Foto: privat
Joachim Bovelet. Foto: privat
In den ersten Wochen seiner neuen Tätigkeit in Berlin ist Joachim Bovelet vor allem mit Händeschütteln beschäftigt. Denn als neuer Vorsitzender der Geschäftsführung des landeseigenen Klinikkonzerns Vivantes will er sich zunächst einen Überblick über die neun Vivantes-Standorte verschaffen. Sein Terminkalender dürfte also gefüllt sein, zumal er nebenbei auf Wohnungssuche ist. Momentan pendelt der Vater von vier Töchtern zwischen Berlin und dem heimischen Sauerland.
Doch Bovelet lässt keinen Zweifel daran, für länger in der Hauptstadt bleiben zu wollen. Sein Vorgänger, Holger Strehlau-Schwoll, kehrte dagegen nach nur 14 Monaten in seine Wiesbadener Heimat zurück – aus persönlichen Gründen, hieß es. Für den Konzern war dies ein herber Verlust. Denn Strehlau-Schwoll hatte sich mit seinem Sanierungskurs in kurzer Zeit eine hohe Reputation erworben.
Für einen Richtungswechsel sieht sein Nachfolger daher keine Veranlassung. Bereits zum dritten Mal konnte der Konzern auch das vergangene Jahr mit einem Gewinn abschließen. Um die Konsolidierung fortsetzen zu können, seien verlässliche politische Vorgaben notwendig, stellt der ehemalige Geschäftsführer der privaten Paracelsus-Kliniken klar. Den Sanierungsbedarf für die Vivantes-Häuser schätzt er auf mehrere Hundert Millionen Euro.
Auf öffentliche Gelder kann Bovelet jedoch nicht hoffen. Nur in einem Punkt kommt ihm Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) entgegen: Die erwirtschafteten Gewinne darf das kommunale Unternehmen behalten – zumindest in nächster Zeit. Samir Rabbata
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