ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2007Westküstenkliniken: Operation Nachwuchs

BERUF

Westküstenkliniken: Operation Nachwuchs

Dtsch Arztebl 2007; 104(10): [94]

Flintrop, Jens

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LNSLNS Mit einer bundesweit einmaligen Kampagne wollen die Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide junge Ärzte nach Dithmarschen holen. Unter dem Motto „Operation Nachwuchs“ bieten die Krankenhäuser unter anderem einen verbindlichen Weiterbildungsvertrag mit Garantie an. Bekannt gemacht werden soll die Kampagne durch Filmwerbung in Studentenkinos, Spots im Internet, Plakate und Anzeigen in Fachzeitschriften.
„In jüngster Zeit leiden wir an der Westküste verstärkt unter einem Ärztemangel, weil junge Mediziner lieber in den Großstädten und Ballungszentren bleiben. Wir müssen ihnen daher schon etwas Besonderes bieten, um ihnen die Arbeit am Westküstenklinikum schmackhaft zu machen“, erläutert Harald Stender, Geschäftsführer der Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide gGmbH. Die Kampagne setze daher schon frühzeitig an und werde vor allem in Universitätsstädten mit medizinischen Fachbereichen, wie Hamburg, Berlin, Hannover, Düsseldorf und Marburg sowie Kiel und Lübeck, zum Zuge kommen.
Die Weiterbildungspakete der Westküstenkliniken umfassen eine Reihe von Maßnahmen, die jungen Ärzten den Weg zum Facharzt erleichtern. Im Mittelpunkt steht eine verbindliche Vereinbarung, in der sich die Chefärzte verpflichten, innerhalb der Vertragslaufzeit die Kenntnisse zu vermitteln, die nach der Weiter­bildungs­ordnung der Ärztekammer Schleswig-Holstein für die Facharztanerkennung notwendig sind. Ergänzend dazu wird ein Weiterbildungsplan angeboten, der die aufeinander aufbauenden Weiterbildungsstufen beschreibt und festlegt. Ergänzend bekommt jeder Assistenzarzt ein Logbuch. Darin wird schriftlich festgehalten und bestätigt, wann und durch wen die einzelnen Ausbildungsschritte absolviert worden sind.
Um deutlich zu machen, wie ernst es den Westküstenkliniken mit der Einhaltung der Vereinbarungen ist, wurde ein besonderer Passus in den Vertrag integriert: Werden die vereinbarten Kenntnisse bis zum Ende der Mindestweiterbildungszeit nicht vermittelt, so erhält der Assistenzarzt einen einmaligen Fortbildungsscheck in Höhe von bis zu 2 000 Euro. Diesen Scheck kann er für eine interne oder externe Fortbildung nutzen.
Mehr Informationen im Internet unter: www.op-nachwuchs.de JF
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