ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2007Psychische Störungen: Bei Kleinkindern häufig übersehen

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Psychische Störungen: Bei Kleinkindern häufig übersehen

PP 6, Ausgabe März 2007, Seite 101

Hillienhof, Arne

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LNSLNS Etwa 14 bis 25 Prozent aller Kleinkinder zeigen klinisch relevante psychische Störungen. Damit sind diese im frühen Kindesalter mindes-tens genauso häufig wie zu späteren Zeitpunkten. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) im Vorfeld ihrer 30. Jahrestagung im März hingewiesen.
Typische Störungen dieses Alters seien posttraumatische Belastungsstörungen, Folgen von Deprivation und Misshandlung, verlängerte Trauerreaktionen, Störung mit Trennungsangst, spezifische und soziale Phobien sowie generalisierte Angststörungen, depressive und emotionale Störungen. Ferner spielen nach Angaben der Fachgesellschaft Anpassungs-, Regulations-, Schlaf- und Fütterstörungen, Störungen des Sozialverhaltens mit oppositionellem Verhalten und Aufmerksamkeitsstörungen eine zentrale Rolle. Psychische Auffälligkeiten des Kleinkindalters werden laut DGKJP häufig übersehen, nicht adäquat diagnostiziert und als nicht behandlungsbedürftig angesehen.
Es sei jedoch eine exakte Diagnostik einschließlich einer Erhebung der Vorgeschichte, der Beobachtung von Interaktion und Beziehung, standardisierte Untersuchungsinstrumente wie Entwicklungs- und Intelligenztests und eine körperliche Untersuchung wichtig. Je nach Störungsart stehen heute wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. hil
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